Mittwoch, 4. Mai 2016

Klischees, Mythen, Vorurteile auf dem Prüfstand

Über Katzen gibt es unglaublich viele Klischees und Mythen. Sie hassen Wasser, haben sieben (oder neun) Leben, jagen immer Mäuse und sowieso landen sie immer mit den Füßen voran. Nicht alle Vorurteile über Katzen stimmen, manche lassen sich vielleicht auch sehr einfach wissenschaftlich widerlegen. Was wahr ist und welche Irrglauben Sie getrost ad acta legen können, erfahren Sie hier!
 
  1. Katzen und Hunde hassen sich - immer
    Katzen und Hunde können auch sehr gute Freunde sein.
    Katzen und Hunde können auch sehr gute Freunde sein.
    Quelle: Unsplash / pixabay.com

     Stimmt nicht! Richtig ist, dass die unterschiedliche Körpersprache der Tiere häufig zu Missverständnissen führt: Was für die Katze Aggression und Drohung bedeutuet, ist für den Hund schiere Freude (schwanzwedeln). Hier kommt es immer darauf an, wie die Tiere im Kindesalter sozialisiert wurden. Wenn Katzen und Hunde zusammen aufgewachsen sind, sind sie in aller Regel gute Freunde.
  1. Katzen hassen Wasser
    Stimmt nicht! Richtig ist, dass Katzen ein anderes Verhältnis zum Wasser haben und das ist genetisch bedingt. Ihre Vorfahren stammten aus der Wüste, in der Wasser sehr kostbar war. Diese Information ist bei unseren Hauskatzen erhalten geblieben – deshalb verschwenden Sie in aller Regel kein Wasser. Doch natürlich gibt es auch ausnahmen und manche Katzen lieben es, ausgiebig zu plantschen!

  2. Katzen landen immer auf den Pfoten
    Stimmt teilweise! Wenn Katzen herunterfallen, drehen sie sich so, dass sie mit den Füßen voran landen. Das nennt sich Stellreflex. Im Zusammenhang mit der perfekten Federung ihres Skeletts können Sie die Kraft bei einem Sturz aus großer Höhe absorbieren und verletzen sich kaum oder gar nicht. Diesfunktioniert allerdings erst ab einer gewissen Fallhöhe. Bei niedrigen Höhen bleibt der Katze keine Zeit, sich zu drehen und daher kommen bei geringen Höhen die schlimmen Verletzungen.

  3. Katzen haben sieben (oder neun) Leben
    Ob dieser Mythos stimmt oder nicht kann nicht eindeutig gesagt werden. Er geht zurück auf Mythen aus dem alten Ägypten (s. unser Blogpost hier) und auf Punkt 3. Da Katzen sich nicht verletzen, wenn sie aus großer Höhe herabfallen, gehen abergläubische Menschen davon aus, dass sie mehrere Leben haben müssen. Dies ist jedoch nicht erwiesen.
  1. Katzen trinken Milch
    Manchen Kätzchen schmeckt Milch sehr gut!
    Manchen Kätzchen schmeckt Milch sehr gut!
    Quelle: ChristopherPluta / pixabay.com

    Stimmt teilweise! Man darf Katzen durchaus Milch geben, allerdings mit gewissen Einschränkungen. Zum Einen vertragen Katzen Milchzucker (Laktose) nicht, weshalb sie lieber Kondensmilch bekommen sollten. Zum Anderen ist Milch für sie kein Wasser-Ersatz, sondern eher wie flüssiges Futter zu bewerten. Das Tier darf also durchaus ein bisschen Milch bekommen, aber eben in Maßen.

  2. Katzen jagen Mäuse
    Stimmt! Katzen sind geborene Jäger, das ist genetisch bei ihnen angelegt. Sie jagen alles, was in ihrem Lebensraum als kleine Beute zur Verfügung steht. Dazu gehen neben Mäusen auch Ratten, kleine Vögel, Eidechsen, Schlangen und andere Kleinsäuger.

Sie sehen: Es gibt viele Mythen über Katzen, die sehr einfach widerlegt werden können. Viele Dinge sind wissenschaftlich sehr einfach zu erklären und gar nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint. Kennen Sie nocht weitere Mythen über Katzen? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

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