Sonntag, 27. Juli 2014

Verschiedenfarbige Katzenaugen: Iris-Heterochromie und Leuzismus

Katze mit zwei verschiedenen Augenfarben.
© By HTO, via Wikimedia Commons.
Die meisten Katzenaugen sind grün, allerdings gibt es auch Katzen mit blauen, braunen, gelben, sowie allen Farbabstufungen dazwischen und sogar roten Augen, wobei letztere auf einen Gendefekt zurückzuführen sind und nur bei der Albinokatze auftreten. Die meisten Kitten werden übrigens mit blauen Augen geboren, wie bei Menschenbabys auch. Erst ungefähr ab der siebten Woche zeigt sich die endgültige Augenfarbe. 

Bei der Zucht von Rassekatzen ist nicht nur die Fellfarbe, sondern auch die erlaubte Augenfarbe genau definiert. Balinesen und Siamesen haben beispielsweise immer blaue Augen. Bei der Britisch-Kurzhaar Katze sind die Brauntöne Kupfer, Bernstein und Gold erlaubt. Bei Orientalisch Kurzhaar und Javanesen darf die Iris in diversen Grüntönen gefärbt sein. Weicht die Augenfarbe vom Rassestandard ab, muss die Katze von der Weiterzucht ausgeschlossen werden. Auch wenn es noch so verlockend ist mit einer Katze weiter zu züchten, die zwei verschiedenfarbige Augen hat, ist davon abzuraten. Genau genommen handelt es sich hierbei um eine Pigmentstörung der Iris, die auch auf Leuzismus zurückzuführen sein kann oder durch eine Augenerkrankung entstanden ist. Dabei kann das gesamte Auge oder auch nur ein Teil betroffen sein. Auch der häufig auftretende andersfarbige Ring rund um die Iris ist eigentlich auf eine Heterochromie zurückzuführen. Leuzismus verursacht keine Sehbehinderung, ist aber vererbbar und in der Reinzucht von Rassekatzen unerwünscht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen