Montag, 28. Juli 2014

Wenn sich Katzensitter und Katzenhalter um die Katze streiten

KatzensitterWollen Sie für mehrere Wochen vereisen oder steht Ihnen ein längerer Krankenhausaufenthalt bevor? Dann benötigen Sie jemanden, der sich um Ihre Katze kümmert. Katzensitter bieten genau dies. Doch Vorsicht, in manchen Fällen kommt es anschließend zum Streit um die Katze.

Streit um die Katze


Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Nach einem erholsamen Urlaub stehen Sie vor der Tür Ihres Katzensitters, doch dieser möchte Ihre Katze nicht mehr hergeben. Etwas ähnliches ist Martina K. vor ca. 2 Jahren passiert. Sie hatte ihre beiden Katzen in die Obhut einer Freundin übergeben. Diese möchte die Tiere nun für sich behalten. Dies ist leider kein Einzelfall. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder Gerichtsprozesse, die sich mit solchen Problemen befassten. Oftmals sind die Katzensitter der Meinung, das Tier hätte es bei ihnen besser. Vor allem bei Rassekatzen geht es vielen Katzenhaltern nicht nur um das Tier selbst, sondern auch um deren Wert.

Können solche Probleme vermieden werden?


Generell sollten Sie mit Ihrem Katzensitter einen Vertrag abschließen. Dort sollte u. a. auch festgehalten werden, wie lange das Tier in Obhut des Katzensitters bleibt. Fügen Sie am besten eine Klausel hinzu, in der ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass es sich nicht um eine Besitzübertragung handelt und Sie auch weiterhin der alleinige Katzenhalter sind. Der Absatz im Vertrag könnte wie folgt formuliert werden:

Das Tier wird für die Zeit vom ….. bis …... vom Katzensitter verwahrt, betreut und gepflegt. Während dieser Zeit bleibt der Katzenhalter/Eigentümer Tierhalter im Sinne von § 833 BGB (Tierhaltergefährdungshaftung).

Es empfiehlt sich die Katze noch am Endtermin der Verwahrungsdauer abzuholen. Kümmert sich während Ihrer Abwesenheit ein/e Freund/in oder Arbeitskollege/in um Ihre Katze, sollten sie dennoch nicht auf einen Vertrag verzichten. Nur so lassen sich eventuelle Streitigkeiten vermeiden bzw. schnell beilegen.

Sonntag, 27. Juli 2014

Verschiedenfarbige Katzenaugen: Iris-Heterochromie und Leuzismus

Katze mit zwei verschiedenen Augenfarben.
© By HTO, via Wikimedia Commons.
Die meisten Katzenaugen sind grün, allerdings gibt es auch Katzen mit blauen, braunen, gelben, sowie allen Farbabstufungen dazwischen und sogar roten Augen, wobei letztere auf einen Gendefekt zurückzuführen sind und nur bei der Albinokatze auftreten. Die meisten Kitten werden übrigens mit blauen Augen geboren, wie bei Menschenbabys auch. Erst ungefähr ab der siebten Woche zeigt sich die endgültige Augenfarbe. 

Bei der Zucht von Rassekatzen ist nicht nur die Fellfarbe, sondern auch die erlaubte Augenfarbe genau definiert. Balinesen und Siamesen haben beispielsweise immer blaue Augen. Bei der Britisch-Kurzhaar Katze sind die Brauntöne Kupfer, Bernstein und Gold erlaubt. Bei Orientalisch Kurzhaar und Javanesen darf die Iris in diversen Grüntönen gefärbt sein. Weicht die Augenfarbe vom Rassestandard ab, muss die Katze von der Weiterzucht ausgeschlossen werden. Auch wenn es noch so verlockend ist mit einer Katze weiter zu züchten, die zwei verschiedenfarbige Augen hat, ist davon abzuraten. Genau genommen handelt es sich hierbei um eine Pigmentstörung der Iris, die auch auf Leuzismus zurückzuführen sein kann oder durch eine Augenerkrankung entstanden ist. Dabei kann das gesamte Auge oder auch nur ein Teil betroffen sein. Auch der häufig auftretende andersfarbige Ring rund um die Iris ist eigentlich auf eine Heterochromie zurückzuführen. Leuzismus verursacht keine Sehbehinderung, ist aber vererbbar und in der Reinzucht von Rassekatzen unerwünscht.

Sonntag, 20. Juli 2014

Kleine Katzenrassen: Singapura, Munchkin und Bombay-Katze

Es gibt zwar keine bewusst gezüchteten Zwergkatzen, dennoch sind einige Katzenrassen durchaus zierlicher als andere. Zu diesen gehören u. a. die folgenden drei:

Die Singapura gilt als kleinste Katzenrasse.
© By Squeezeweasel, via Wikimedia Commons.
Die Singapura wird oftmals als die kleinste Rassekatze bezeichnet. Gerade einmal zwei bis drei Kilogramm bringen die seltenen Exoten auf die Waage und sind damit sehr zart gebaut. DDie schlanke "Grazie" ging wahrscheinlich aus einer Verpaarung zwischen einer Burma-Katze und einer Abessinier-Katze hervor.ie schlanken "Grazien" gingen wahrscheinlich aus einer Verpaarung zwischen einer Burma-Katze und einer Abessinier-Katze hervor. Singapuras gelten als sehr anhänglich, sanft und verschmust. Die geselligen Stubentiger sind unkompliziert und vertragen sich zumeist auch gut mit anderen Artgenossen.
Muchkin - die Rasse ist wegen ihrer extrem kurzen, Beine bekannt.
© By Sg0668commons, via Wikimedia Commons.
Auch die Munchkin gilt als Katze im Miniformat. Das rassetypische Aussehen der Samtpfote ist durch eine Genmutation entstanden. Ihr Körper scheint eigentlich normal groß, sie besitzt aber katzenuntypische kurze Beine, die fast an die eines Dackels erinnern. Da die Munchkin durch ihren Körperbau eingeschränkt im Springen und Klettern ist, wird ihre Zucht häufig kritisiert. Generell zeichnet sich die aus den USA stammende Rasse jedoch durch ein ausgeglichenes Wesen aus. Regelmäßige Spielstunden mit ihren Menschen genießt sie, mag es aber auch, den Tag gemütlich anzugehen.
Die Bombay-Katze ähnelt ein wenig einem Mini-Panther.
© markt.de Kleinanzeige.
Neben Singapura und Munchkin zählt die Bombay-Katze zu den kleinen Katzenrassen. Wie von der Züchterin beabsichtigt, haben diese Vierbeiner starke Ähnlichkeit mit einem Mini-Panther. Sie zeichnen sich durch ihre schwarze Färbung und ihre meist goldenen, leuchtenden Augen aus. Ihr Körper ist sehr schmal und in der Regel kleiner als der einer gewöhnlichen Hauskatze, sie sind aber muskulös gebaut, was sie größer erscheinen lässt. Bombay-Katzen sind liebe und anschmiegsame Katzen. In einem Familienhaushalt oder mit einem Spielkameraden fühlen sie sich besonders wohl. Informieren Sie sich über weitere Katzenrassen im Ratgeber Katzenrassen von A-Z im Überblick.
Die unkomplizierten, geselligen Stubentiger vertragen sich zudem meist gut mit anderen Artgenossen
Die unkomplizierten, geselligen Stubentiger vertragen sich zudem meist gut mit anderen Artgenossen

Sonntag, 13. Juli 2014

Katzennetze machen den Balkon zum sicheren Katzenspielplatz


Wichtig für Stubentiger: Wer einen Balkon besitzt,
sollte diesen mit einem Katzennetz zu sichern.
© By Mamamamili, via Wikimedia Commons.
Auch reine Wohnungskatzen brauchen frische Luft, um gesund zu bleiben. Wer über eine Wohnung mit Balkon verfügt, der tut gut daran diesen mit einem Katzennetz zu sichern. 

Auch wenn kein regelmäßiger Balkonauslauf für den Stubentiger vorgesehen sein sollte, bietet das Netz Schutz, falls die Katze einmal unbeabsichtigt auf den Balkon gelangen sollte. Denn obwohl Katzen hervorragende Kletterer sind, können Sie Höhen über 6 Metern nicht mehr abschätzen. Wenn Sie ohnehin ein Katzennetz auf Ihrem Balkon anbringen sollten, können Sie auch gleich ein paar Versteckmöglichkeiten und kuschelige Liegeplätze für Ihre Samtpfote einrichten.

Das Katzennetz installieren

Ihr Katzennetz sollte groß genug sein, damit keine Schlupflöcher offen bleiben. Außerdem benötigen Sie ein stabiles Material, das nicht reißt, falls sich die Katze mit ihren Krallen darin verfangen sollte. Die Maschengröße sollte 3-4 Zentimeter nicht überschreiten, sodass die Katze nicht zwischen den Maschen hindurchschlüpfen kann. Vor der Installation eines Katzennetzes gilt es, die Erlaubnis des Vermieters einzuholen, denn ohne sein Einverständnis dürfen Sie es nicht anbringen. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch in Erfahrung bringen, an welchen Teilen des Mauerwerks Sie Befestigungshaken anbringen können. Diese müssen über Bohrlöcher und Dübel in der Wand befestigt sein, damit sie genügend Halt bieten. Für das Anbringen des Netzes gibt es verschiedene Montagesysteme, je nachdem ob es sich um einen freistehenden Balkon, eine kleine Nische umgeben von zwei seitlichen Wänden und einer Überdachung oder eine Dachterrasse handelt. 

Wichtig ist, dass die gesamte Balkonöffnung sicher abgedeckt wird. Dies schließt auch das Geländer und den oberen Bereich ein. Katzen sind Kletterkünstler und können sich an einem Maschennetz hervorragend heraufhangeln. Im Bodenbereich kann das Netz durch breite Holzbretter beschwert mit Getränkekisten befestigt werden, während Sie im seitlichen und im Deckenbereich nicht umhin kommen werden, Haken in der Mauer anzubringen.

Sonntag, 6. Juli 2014

Poppy: Die älteste Katze der Welt stirbt mit 24 Jahren

Poppy, die älteste Katze der Welt, starb im Alter von 24 Jahren.
© By guinessworldrecords.com
Poppy, die älteste Katze der Welt, ist im Alter von 24 Jahren gestorben. Die alte Katzendame verstarb Mitte Juni in Bournemouth im Süden Englands an einer Infektion. "Wir wussten, dass das passieren musste, aber wir sind trotzdem am Boden zerstört", hält Poppys Besitzerin Jacqui West traurig fest. Erst Mitte Mai wurde die Samtpfote, die im Jahr 1990 geboren wurde, als älteste Katze der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Einen neuen Rekordhalter gibt es bislang nicht - dieser muss erst ermittelt werden. 

Mit der ältesten jemals registrierten Katze kann Poppy aber nicht ganz mithalten. Creme Puff aus Austin im US-Bundesstaat Texas erreichte ein stolzes Alter von 38 und starb im Jahr 2005. Auch eine 24 Jahre alte Katze ist jedoch etwas ganz besonderes. Eine Katze lebt durchschnittlich zwölf bis 14 Jahre. In Menschenjahre umgerechnet, wäre Poppy demnach rund 110 Jahre alt geworden. Lesen Sie mehr zum Thema "Alter und Katzen" im Ratgeber Wie alt werden Katzen? Wie alt ist meine Katze? Altersbestimmung für Katzen.