Freitag, 13. Juni 2014

Die Welt aus Katzenaugen betrachtet!


Katzen sehen die Welt anders. Ihr Sehen ist auf den Beutefang bei schlechten Lichtverhältnissen angepasst, da zu diesen Zeiten kleine Säugetiere auf Nahrungssuche gehen. Die wildlebenden Vorfahren unserer heutigen Hauskatzen konnten nur so genügend Nahrung finden. Unsere Stubentiger müssen sich zwar ihre Nahrung nicht mehr selbst beschaffen, ihr Sehvermögen entspricht jedoch noch immer dem ihrer Vorfahren.

Sichtfeld und Sehschärfe
Durch die geringfügig seitliche Anordnung ihrer Augen haben Katzen ein etwas größeres Sichtfeld als Menschen. Während unser Sichtfeld 180 Grad umfasst, können Katzen auf beiden Seiten etwa 10 Grad mehr erfassen und bringen es damit auf ein Sichtfeld von 200 Grad. Dies ist typisch für Raubtiere. Fluchttiere wie Pferde und Eichhörnchen hingegen können nur mit einem noch größeren Sichtfeld überleben, das ihnen ermöglicht ihre Feinde frühzeitig zu erkennen. Auch der Schärfebereich und das räumliche Sehen sind unterschiedlich ausgeprägt. In dem Bereich, wo sich das Sichtfeld der beiden Augen überschneidet, ist räumliches Sehen möglich. Katzen verfügen daher über ein ähnlich gutes räumliches Sehen wie wir Menschen, allerdings vorwiegend im Nahbereich. Alles was weiter als sechs Meter entfernt ist, nimmt die Katze nur schemenhaft wahr. Während unsere Augen im größten Teil des Sichtfeldes scharfe Konturen erkennen, ist dies bei den Katzen nur ein vergleichsweise kleiner Teil. Dies erklärt, warum sie kaum mehr Außenreize wahrnehmen, wenn sie sich auf ein Objekt fixiert haben. Eine Katze, die einer Maus hinterherjagt, kann das seitlich herannahende Auto nur schlecht wahrnehmen.

Farbwahrnehmung
Katzen haben eine völlig andere Farbwahrnehmung als Menschen. Die Rezeptoren ihrer Sinneszellen sprechen vor allem auf das Farbspektrum blau-violett und grün-gelb an. Ihre Beute erkennen sie nicht an der Farbe, wie es beispielsweise bei Bienen auf Futtersuche der Fall ist, sondern an der Bewegung. Eine Maus, die bewegungslos verharrt oder langsam davonschleicht, hat gute Chancen von der Katze schlichtweg nicht gesehen zu werden. Alleine die Geruchsspur bringt die Katze dann auf die Fährte ihrer Beute. Springt die Maus schnell davon, wird sie höchstwahrscheinlich bemerkt und verfolgt.

Sehen in der Dämmerung
Die Sehschärfe bei Tageslicht ist bei Katzen eher schwach. Ganz klar überlegen ist die Katze, wenn es um das Sehen in der Dämmerung geht. Ihre Augen mit der elliptischen Pupille, einer verhältnismäßig großen Hornhaut und damit verbunden der großen Anzahl Stäbchen auf der Netzhaut macht die Sehnerven der Katze auch für schwache optische Reize empfänglich, wie sie in der Dämmerung und nachts vorherrschen. Damit ist sie bestens ausgestattet um Dämmerungs- und Nachtaktive Beutetiere zu jagen.

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