Donnerstag, 3. April 2014

Wildkatzen: Im Stall finden verwilderte Hauskatzen ein reichliches Nahrungsangebot


Verwilderte Hauskatzen.
By
Tony Hisgett, via Wikimedia Commons.
In jedem Reitstall gehört mindestens eine Katze, denn die zahlreichen Verstecke, das großzügige Nahrungsangebot und die Wärme im Winter locken Mäuse an, die sich rasch zur Plage entwickeln können. Allerdings genügt es nicht, wenn eine Katze „nur“ anwesend ist. Nur ein geübter Jäger kann die unerwünschten Mitbewohner in Schach halten, um Mäusekot, zerfressene Decken und ausgehöhlte Wände zu verhindern. Wohlbehütet aufgewachsene Wohnungskatzen sind hierzu nicht imstande. Auch die meisten anderen domestizierten reinrassigen Katzen verfügen nicht mehr über die ausgefeilten Techniken eine Maus zu erwischen. Vor allem im kalten Winter oder an verregneten Herbsttagen bleiben sie lieber an ihrem Lieblingsplatz liegen, anstatt auf Mäusejagd zu gehen. Viele Stallbesitzer setzen daher auf verwilderte Hauskatzen.

Verwilderte Hauskatzen im Dienste des Menschen

Immer wieder entlaufen unkastrierte Tiere und siedeln sich auf verlassenen Höfen an, wo sie sich zahlreich vermehren. Diese Tiere und ihre Nachkommen haben kaum eine Chance auf erfolgreiche Vermittlung, da sie sich von Menschen meist nicht anfassen lassen. Ist eine Katze ohne Kontakt zu Menschen aufgewachsen, dann ist eine Sozialisierung mit Menschen nahezu unmöglich. Allerdings verfügen diese Tiere über ein ausgesprochen geübtes Jagdverhalten, sodass sie sich mühelos von Stallmäusen ernähren können. Meist genügt es, eine Trockenfutterschale bereitzustellen, damit die Katzen ihren Grundbedarf jederzeit decken können, sich aber zusätzlich mit Frischfleisch versorgen. Was gibt es Schöneres für eine Katze, als den ganzen Tag im Schlaraffenland mit zahlreichen Verstecken zu verbringen?

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