Mittwoch, 23. April 2014

Vom Unvermögen das Jagdverhalten der Katze zu domestizieren


Katze mit Mauspielzeug.
© By
Bill Abbott, via Wikimedia Commons.
Katzen leben in ihrer eigenen Welt, das ist wohl jedem klar, der sich ein wenig mit den Stubentigern beschäftigt. Das eine Spielzeug wird links liegen gelassen, während das andere die Sensation schlechthin ist. Generell ist alles interessant, was knistert, sich bewegt und lange Schnüre hat. Der Anblick eins mausähnlichen Spielzeugs löst bei den meisten Katzen den Jagdinstinkt aus. Ist das Spielzeug, d. h. die „Beute“ erlegt, dann ist sie entweder völlig uninteressant geworden oder wird versteckt. Dazu trägt die Katze ihre Beute im Fang. Im Zusammenspiel mit der gesamten Sequenz ist die Abfolge des Jagdverhaltens festgelegt. Die „Beute“ wird gesichtet, fixiert, gejagt, gefangen und weggetragen. 

Eine Katze im Dienste des Menschen einzusetzen erscheint nahezu unmöglich

Bei Hunden konnte der Mensch im Laufe der Domestikation bestimmte Elemente des Jagdverhaltens herauszüchten. Retriever apportieren gerne, Laufhunde rennen viel, Vorstehhunde zeigen das Wild lediglich an. Was beim Hund gelang scheint bei der Hauskatze jedoch noch in weiter Ferne. Sie hat sich ihre Unabhängigkeit bewahrt und lässt sich nur schwer dressieren. Sicher wäre es praktisch, wenn man eine Katze in den Baum hinauf schicken könnte, um den dort festhängenden Federball hinunter zu holen. Bei der Trümmersuche wären Katzen um ein Vielfaches leichtfüßiger als ein Suchhund. Die Vorstellung, eine Katze im Dienste des Menschen einzusetzen erscheint nahezu unmöglich, könnte aber in der Zukunft Realität werden. Katzen zeigen bereits einzelne Sequenzen des Jagdverhaltens völlig aus dem Kontext gelöst, das lästige Verschleppen von Gegenständen ist eine davon. Bleibt abzuwarten, wann die erste Katzenzucht damit beginnt, auf Eigenschaften wie Gehorsam und die Eignung zur Dressur zu selektieren.

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