Dienstag, 17. Dezember 2013

Schmusen, Spielen, Kratzen


Katzenfoto: André Karwath | Wikimedia Commons

Süsse Katze - Vorsicht mit Streicheln?

Vor allem kleine Kinder werden beim Schmusen und Spielen mit Katzen häufig gekratzt oder gebissen. Sie erkennen nicht, wenn die Stimmung der Katze sich plötzlich verändert und diese ihre Krallen ausfährt. Aber auch mancher Erwachsener wird durch die plötzlichen Kratz- und Beißattacken seiner Katze überrascht. Aber seien Sie beruhigt, Ihre Katze ist nicht bösartig, sondern sie empfindet Stress. 

Insbesondere eine zu frühe Trennung von der Mutter kann dazu führen, dass Katzen kein ausreichendes Sozialverhalten erlernt haben. Sie kratzen und beißen dann ohne Vorwarnung. Ein normal sozialisiertes und vom Muttertier erzogenes Kätzchen lernt, seinen Unmut durch Schwanzschlagen anzukündigen. Auch das Anlegen der Ohren ist ein deutliches Signal, dass die Katze jetzt lieber in Ruhe gelassen werden möchte.

Auslastung und Rückzugsmöglichkeiten

Stressbedingtes Krallenausfahren kann vermindert werden, indem Sie den Lebensraum Ihrer Katze anpassen. Reine Wohnungskatzen können ihren Jagdtrieb nicht ausleben, wenn nicht oft genug mit ihnen gespielt wird. Bewegungsmangel in zu kleinen Räumen und fehlende Rückzugsmöglichkeiten stellen ebenfalls einen Stressfaktor dar. Katzen lieben erhöhte Plätze, auf denen sie gemütlich dösen können ohne gestört zu werden. 

Aber auch wenn für genügend Bewegung, Auslastung des Jagdtriebs und Ruheplätze - gerne auch kombiniert mit einem Kratzbaum - gesorgt ist, lassen sich manche Katzen nicht gerne länger als ein paar Minuten streicheln, bleiben aber gerne noch eine Weile ruhig auf dem Schoß ihres Menschen liegen. Respektieren Sie dies und lassen Sie Ihre Katze einfach in Ruhe, wenn sie unruhig wird. Jeder Charakter ist anders, und variiert natürlich auch mit der Katzenrasse.


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