Dienstag, 26. November 2013

Ein Wurf, mehrere Väter?

Bei Katzen ist es nicht ungewöhnlich, dass in einem Wurf Jungen unterschiedlichster Fellzeichnungen aufwachsen. Dabei können die einzelnen Jungen sogar von verschiedenen Katern gezeugt worden sein. 

Auch bei Hunden ist dies möglich, denn bei beiden Tierarten sind die weiblichen Tiere über einen gewissen Zeitraum hinweg empfänglich. Manchmal stammen die Jungen nicht nur von unterschiedlichen Vätern, sondern weisen zudem auch noch unterschiedliche Entwicklungsstadien auf. Dieser Unterschied in der Entwicklung wird meist in den ersten Lebenswochen wieder ausgeglichen.

Vererbung von Fellfarben und Fellstrukturen

Die normale Hauskatze gibt es in fast allen Farben und Fellstrukturen. Dabei wird außerdem noch die Sättigung der Farbe einbezogen. „Dicht“ meint eine satte Farbe, während „dünn“ für eine abgeschwächte Farbe steht. So ist beispielsweise „Blau“ ein verdünntes Schwarz. Der Laie würde einwenden, dass ein verdünntes Schwarz doch eher mit der Farbe Grau gleichzusetzen wäre. Graue Katzen gibt es in der Züchtersprache jedoch nicht. 
Bei Nachkommen mit unbekanntem Erzeuger lässt sich anhand der Fellfarbe der Jungen manchmal auf die Fellfarbe des Vaters schließen. Beispielsweise kann bei roten weiblichen Katzenwelpen mit Sicherheit gesagt werden, dass diese einen roten oder cremfarbenen Vater haben muss. Schwarze weibliche Katzenwelpen haben ausnahmslos einen Vater mit Schwarzeinfluss in der Fellfarbe, wie rein schwarz, blau oder schokoladenbraun. Bei weißen Katzenwelpen, insbesondere solchen mit blauen Augen, ist Vorsicht geboten. Diese sind sehr häufig von Geburt an Taub, sowie zudem oft sehbehindert und mit mangelndem Gleichgewicht ausgestattet.

Gute Zuchtauslese führt zu gesunderen Tieren

Besser als das Rätselraten hinterher ist es jedoch, entweder eine frühzeitige Kastration der Katzen durchführen zu lassen oder nur gezielte Verpaarungen unter züchterischer Auslese der beiden Elterntiere vorzunehmen. Nur so kann die Fortpflanzung von Katzen mit Gendefekten eingeschränkt und die Zucht mit genetisch Einwandfreien Tieren gefördert werden.

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