Montag, 2. September 2013

VW-Fahrerin weicht Katze aus – und landet in der Böschung

Manche Autofahrer befestigen einen Aufkleber mit der Aufschrift „Ich bremse auch für Tiere" an ihrem Auto. Bezüglich dessen Aussage herrscht Uneinigkeit. Möchte der Fahrer dieses Fahrzeugs Tierliebe ausdrücken? Oder will er dafür sorgen, dass sein Hintermann mehr Abstand zu ihm hält, da urplötzliche Bremsmanöver zu erwarten sind?

Die schnelle Reaktion der Fahrerin verhinderte die Kollision

Ob im konkreten Fall ebenfalls ein solcher Aufkleber das Heck des Wagens zierte, ist nicht bekannt. Aber es zeugt schon von großer Tierliebe, wenn ein Unfall in Kauf genommen wird, um das Leben einer Katze zu retten. Am Nachmittag des 07. März fuhr eine junge Autofahrerin mit ihrem VW auf der B3 bei Malsch, als ihr plötzlich eine Katze vor das Auto lief. Durch die unmittelbare Vollbremsung geriet der Wagen außer Kontrolle und kam erst abseits der Straße zum Stehen. Der materielle Schaden ist überschaubar, die Katze unverletzt. Und der genügend große Sicherheitsabstand der nachfolgenden Fahrzeuge verhinderte weitere Unfälle.
 
Katzen auf der Straße Foto: Hisashi | Wikimedia Commons
 „Ich bremse auch für Tiere"

Eine vorausschauende Fahrweise sorgt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, auch für unsere geliebten Samtpfoten. Es ist essentiell, genügend Abstand zu halten. Einerseits erkennen Sie so früher, wenn Katzen (oder Hunde, Kinder, ein Fußball,…) am Straßenrand erscheinen und können angemessen reagieren. So ist keine Vollbremsung erforderlich, da noch genügend Platz ist, um das Auto kontrolliert zum Stehen zu bringen. Andererseits bringen Sie die plötzlichen Bremsmanöver Ihres Vordermanns nicht so schnell ins Schwitzen. Wer weniger damit beschäftigt ist, auf die seltsame Fahrweise des Vordermanns zu achten, der hat mehr Kapazitäten frei, um Gefahrensituationen rechtzeitig zu erkennen. Mit Abstand und vorausschauendem Fahren leisten Sie einen großen Beitrag zur Verkehrssicherheit, sodass es zu weniger abrupten Bremsmanövern kommt.

Wenn Ihnen eine Katze vor das Auto läuft

Läuft Ihnen dann doch einmal urplötzlich und wie aus dem Nichts eine Katze vor das Auto, dann ist eine sofortige Vollbremsung vollkommen gerechtfertigt. Kupplung treten, Bremse durchtreten so weit es geht und gleichzeitig das Lenkrad locker in Geradeausstellung festhalten. Im unteren Geschwindigkeitsbereich von etwa 30 km/h oder weniger können Ausweichmanöver gelingen, sofern Sie dies im Rahmen eines Fahrsicherheitstrainings unter professioneller Anleitung gelernt haben. Ansonsten ist davon eher abzuraten, da Sie hierdurch sich selbst und andere in große Gefahr bringen können.

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