Donnerstag, 29. August 2013

Katerfrühstück und Katzenjammer – was wären wir ohne unsere Stubentiger?

Wer einen Kater hat, der hat's nicht leicht. Nach durchzechter Nacht und verschlafenem Vormittag möge das Katerfrühstück Erleichterung bringen. Vielleicht kann es auch die Geheimformel „Abrakadabra, 3 mal schwarzer Kater" richten…oder doch lieber eine Kopfschmerztablette? Alles für die Katz, der Kater lässt sich nicht so leicht vertreiben. Als wenn das noch nicht genug wäre, regnet es draußen auch noch junge Hunde und Katzen. Der Blick in den Kühlschrank verrät: Fürs Katerfrühstück reicht es nicht. Eine kurze Katzenwäsche und mit dem Auto zum Supermarkt. Der Motor schnurrt wie eine Katze, als das Gefährt auf dem Parkplatz zum Stehen kommt. „Heute geschlossen" verrät ein Schild am Eingang. Ist doch alles für die Katz! Gut, dass die nächste Tankstelle nur einen Katzensprung weit entfernt ist. Hier gibt es nicht nur Zutaten fürs Katerfrühstück, sondern auch Schokolade für die Naschkatze. Auf dem Weg zum Auto kreuzt eine schwarze Katze den Weg, zum Glück von rechts nach links, das ist laut Aberglauben ein gutes Zeichen.
 
Katzen sind eigenwillige Tiere Foto: Luix | Wikimedia Commons
Wieder daheim angekommen erst mal die tanzenden Mäuse vom Tisch verscheuchen. Wo steckt der Stubentiger nur wieder? Nach mehrfachem Rufen schleicht er sich auf Samtpfoten heran und bezieht seine Beobachterposition. Das ist der große Unterschied zwischen Hund und Katz', wie wir von Mary Bly wissen: Hunde kommen, wenn man sie ruft. Katzen nehmen deine Nachricht zur Kenntnis… und kommen eventuell später darauf zurück. Spätestens dann, wenn das Rollmopsfrühstück gegen die Katerstimmung für nur einen Moment unbeobachtet auf dem Küchentresen liegt. Die Katze lässt das Mausen nicht, das ist allseits bekannt! Albert Schweitzer rät uns zwei Möglichkeiten vor dem Elend des Lebens zu flüchten: „Musik und Katzen. Nachdem sich der Stubentiger mit vollgeschlagenem Bauch in seine Gemächer zurückgezogen hat, bleibt also nur noch die Musik". Doch der Katzenjammer aus dem Radio ist mit einem ausgewachsenen Kater erst recht nicht zu ertragen. Ernest Hemingway verrät, woher unsere Bewunderung für die Samtpfoten kommt: „Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen".
Längst ist es Abend, als wir mit einem Blick durchs Fenster unseren streunenden Stubentiger erblicken und feststellen: „Nachts sind alle Katzen grau!". Was für ein Leben, Katze müsste man sein! Am Ende müssen wir zugeben, dass Rainer Brambach vermutlich gar nicht so falsch liegt, wenn er sagt: „Katzen regieren die Welt, ohne dies je zu verraten".
 

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