Freitag, 9. August 2013

Frischfütterung, Nassfutter oder Trockenfutter?


Trockenfutter ist wohl die einfachste Möglichkeit, seine Haustiere zu füttern. Ob Hund oder Katze, Hase oder Meerschweinchen, Vogel oder Papagei. Die Fertigmischung verspricht alles zu enthalten, was der tierische Organismus benötigt. Die Pellets in komprimierter und praktischer Form werden mittels eines Messbechers aus dem Vorratskübel geholt und in den Napf geschüttet. Fertig! Einfacher geht’s kaum. Ähnlich komfortabel ist das Nassfutter aus der Dose. Im Schrank stapelt sich der Dosenvorrat. Eine wird zufällig ausgewählt, mit der Lasche am Dosendeckel aufgezogen und der Inhalt mit einer Gabel in den Futternapf geleert. Bei dieser Methode fällt nicht nur jede Menge Metallabfall an, sondern es muss auch die Gabel und das Geschirr regelmäßig gereinigt werden. Zudem hat das Futter für uns Menschen einen unangenehmen Geruch. Die Tiere hingegen nehmen das Nassfutter häufig deutlich besser an als Trockenfutter. Dritte und aufwändigste Variante ist die Rohfütterung.

Rohfütterung B.A.R.F.

Als aufwändig und kompliziert verurteilt, erfreut sich das sogenannte „barfen“ nur wenig Akzeptanz. Nicht zuletzt auch deswegen, weil es nur wenig Werbung für B.A.R.F. Produkte gibt. Für Dosennahrung hingegen laufen täglich Werbespots im Fernsehen.

Die Rohfütterung setzt sich zusammen aus:
  • Verschiedene Fleischsorten, Herzmuskelfleisch für die notwendige Taurinzufuhr
  • Fisch (wegen hohem Fettgehalt nur einmal wöchentlich)
  • Gemüse (maximal 5%)
  • Öl wie beispielsweise Lachsöl oder Fischöl
  • Gelegentlich Eier
  • Katzengras und Katzenminze sollte für reine Wohnungskatzen verfügbar sein
Nicht alle Katzen mögen die Rohfütterung Bild: Wikimedia commons Autor: cara fealy choate

Es sind also nur relativ wenige Bestandteile, die bei der B.A.R.F. Fütterung benötigt werden. Es muss nichts vorgekocht werden und Sie müssen auch nicht selbst auf die Jagd gehen, um das Fleisch zu beschaffen. Es gibt inzwischen Lieferservices, die sich auf die Rohfütterung von Katzen und Hunden spezialisiert haben. Dort bekommen Sie auch tiefgefrorenes Fleisch, das bereits in kleine Portionen unterteilt ist. Alle anderen B.A.R.F. Bestandteile können Sie beim wöchentlichen Einkauf mitbringen. 

Was die Katze nicht kennt, frisst sie nicht


Leider kann man einige Katzen nicht mehr an die Rohfütterung gewöhnen. Katzen die von klein auf nur Trockenfütterung kennen, könnten das Rohfleisch verweigern. Sie können versuchen zunächst nur kleine Anteile des neuen Futters unter das alte zu mischen, um eine langsame Gewöhnung herbeizuführen. Allerdings ist es nicht empfehlenswert über einen längeren Zeitraum Trockenfutter mit Rohfleisch zu vermischen. Dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als mit der bisherigen Fütterungsmethode weiter zu machen.

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