Samstag, 17. August 2013

Die richtige Pflege nach einer Operation - Tipps zur schnellen Genesung des Stubentigers

Die meisten Hunde und Katzen werden früher oder später kastriert um Nachwuchs zu vermeiden und die unannehmlichen Seiten von Läufigkeit beziehungsweise Rolligkeit, sowie triebgesteuertem Verhalten zu unterbinden. Meistens findet dieses einschneidende Erlebnis im Leben unserer Fellnasen im Altern von einem halben bis zu einem Jahr statt. Andere Operationen können krankheitsbedingt oder in Folge eines Unfalls erforderlich werden. Unabhängig vom Anlass der Operation stellt diese eine große Belastung für das Tier dar und sollte immer sorgfältig bedacht werden. Die Narkose während der Operation, die Operationswunde selbst und die verabreichten Schmerzmittel nach der Operation belasten den Organismus. Deshalb ist jetzt eine besondere Pflege angebracht, um den Tieren die Tage nach dem Eingriff möglichst angenehm zu gestalten.
 
Katzen brauchen nach einer Operation besondere Pflege und Ruhe Foto: Michaelrstern | Wikimedia Commons
 Die richtige Pflege der Wunde

Einerseits muss natürlich die Heilung der Operationswunde beobachtet werden. Täglich sollten Sie die Wunde reinigen und dabei darauf achten, ob Sie Anzeichen für eine Entzündung sehen. Bei Auffälligkeiten sollten Sie nicht zögern, bei Ihrem Tierarzt nachzufragen. Naturgemäß versuchen verletzte Tiere ihre Wunde durch Lecken zu reinigen. Die bereits gesäuberte und vernähte Operationswunde wird hierdurch jedoch eher im Heilungsprozess gestört. Daher empfiehlt es sich, dass die Tiere in den ersten zehn Tagen nach der Operation einen Schutzmantel tragen, der die Wunde vor Verschmutzungen und vor dem Abschlecken schützt. Verbände halten bei Tieren oftmals nicht richtig und werden als sehr störend empfunden. Lässt sich Ihre Katze durch den Schutzmantel nicht vom Schlecken abhalten, dann muss sie womöglich einen Kragen tragen. 

 Vorsichtige Fütterung und Ruhe

Neben der regelmäßigen Pflege der Operationswunde wird Ihr Stubentiger nach dem Eingriff zunächst noch benommen sein. Am Tag der Operation sollte er daher besser noch nicht fressen. Trinken hingegen ist erlaubt. Am nächsten Morgen darf dann auch eine kleine Mahlzeit verabreicht werden. Idealerweise füttern Sie zunächst mehrmals an Tag in kleinen Portionen. Da die Katzen während zehn Tagen nach der Operation ohnehin nicht das Haus verlassen dürfen und auch sonst ruhig gehalten werden sollten, ist dies auch eine prima Beschäftigungsmöglichkeit. Ansonsten sollte jede Menge Schmusen und Schlafen auf dem Programm stehen. In den ersten Tagen überwiegen Benommenheit und Desorientiertheit, daher finden Sie Ihre Katze vielleicht an ungewohnten Plätzen vor. Jetzt braucht sie ganz besonders viel Zuneigung von Ihnen. Später wird sie sich vielleicht darüber ärgern, den lästigen Schutzmantel tragen zu müssen und nicht hinausgehen zu dürfen. Nun ist Ablenkung durch ruhige Spiele gefragt. Gemeinsam meistern Sie diese schwierigen zehn Tage und vertiefen gleichzeitig das gegenseitige Vertrauen.

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