Samstag, 31. August 2013

Stolperfallen bei der Katzenernährung

Katzen sind Fleischfresser. Während Hunde sich im Laufe der Domestikation vom reinen Fleischfresser immer mehr zum Allesfresser entwickelt haben, sind unsere Hauskatzen nach wie vor auf Nahrung tierischen Ursprungs spezialisiert. Freigänger und verwilderte Katzen ernähren sich überwiegend von kleinen Säugetieren wie Mäusen und Maulwürfen. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine rein fleischbasierte Ernährung den Nährstoffbedarf einer Katze völlig abdeckt. Die in manchen Futtermitteln enthaltenen Kohlenhydrate und insbesondere Zucker bieten für den Organismus der Katze keinerlei Mehrwert und stehen im Verdacht Adipositas, Diabetes und Zahnerkrankungen zu verursachen. Achten Sie daher bei der Auswahl des Futters auf einen möglichst hohen Fleischanteil und möglichst geringen Anteil an Kohlehydraten. Dieser sollte 10% nicht überschreiten.
 
Die richtige Ernährung ist entscheidend Foto: Laitche | Wikimedia Commons
BARF – natürlicher geht's kaum

Biologisches Artgerechtes Rohes Futter ist die wohl natürlichste Art, seine fleischfressenden Hausgenossen zu ernähren. Keine Sorge, Sie brauchen dafür keine Kuh schlachten. Fragen Sie doch einmal beim Metzger Ihres Vertrauens nach. Es gibt zahlreiche Futterlieferanten, die Ihnen das gefrorene Fleisch in der gewünschten Menge bis an die Haustür liefern. Zwischendrin können Sie trotzdem auch Trockenfutter oder Nassfutter aus der Dose füttern, falls der Vorrat einmal leer sein sollte oder Sie vergessen haben die nächste Mahlzeit rechtzeitig aufzutauen.

Was Katzen nicht vertragen

Die in Kuhmilch enthaltene Lactose führt bei Katzen zu Verdauungsstörungen. Dies hängt mit einem speziellen Enzym zusammen, welches der Organismus der Katzen nach der Säugeperiode nicht mehr bildet - außer sie werden vom Katzenwelpenalter an weiterhin regelmäßig damit gefüttert. Einige Genussmittel des Menschen können für eine Katze sogar tödlich sein oder schwere Krankheiten verursachen. Lassen Sie Schokolade und Kaffeetasse daher nicht mit Ihrem Stubentiger unbeaufsichtigt. Des Weiteren sind Zwiebeln, Trauben, Äpfel, Aprikosen, sowie auch Essig und Zitronensäure giftig für Katzen. Medikamente, insbesondere Paracetamol sollten ohnehin an einem sicheren Ort verwahrt werden. Zu den hochgiftigen Pflanzen zählen unter anderem Efeu, Weihnachtsstern, Begonie, Buchsbaum und die Dieffenbachie.


Donnerstag, 29. August 2013

Katerfrühstück und Katzenjammer – was wären wir ohne unsere Stubentiger?

Wer einen Kater hat, der hat's nicht leicht. Nach durchzechter Nacht und verschlafenem Vormittag möge das Katerfrühstück Erleichterung bringen. Vielleicht kann es auch die Geheimformel „Abrakadabra, 3 mal schwarzer Kater" richten…oder doch lieber eine Kopfschmerztablette? Alles für die Katz, der Kater lässt sich nicht so leicht vertreiben. Als wenn das noch nicht genug wäre, regnet es draußen auch noch junge Hunde und Katzen. Der Blick in den Kühlschrank verrät: Fürs Katerfrühstück reicht es nicht. Eine kurze Katzenwäsche und mit dem Auto zum Supermarkt. Der Motor schnurrt wie eine Katze, als das Gefährt auf dem Parkplatz zum Stehen kommt. „Heute geschlossen" verrät ein Schild am Eingang. Ist doch alles für die Katz! Gut, dass die nächste Tankstelle nur einen Katzensprung weit entfernt ist. Hier gibt es nicht nur Zutaten fürs Katerfrühstück, sondern auch Schokolade für die Naschkatze. Auf dem Weg zum Auto kreuzt eine schwarze Katze den Weg, zum Glück von rechts nach links, das ist laut Aberglauben ein gutes Zeichen.
 
Katzen sind eigenwillige Tiere Foto: Luix | Wikimedia Commons
Wieder daheim angekommen erst mal die tanzenden Mäuse vom Tisch verscheuchen. Wo steckt der Stubentiger nur wieder? Nach mehrfachem Rufen schleicht er sich auf Samtpfoten heran und bezieht seine Beobachterposition. Das ist der große Unterschied zwischen Hund und Katz', wie wir von Mary Bly wissen: Hunde kommen, wenn man sie ruft. Katzen nehmen deine Nachricht zur Kenntnis… und kommen eventuell später darauf zurück. Spätestens dann, wenn das Rollmopsfrühstück gegen die Katerstimmung für nur einen Moment unbeobachtet auf dem Küchentresen liegt. Die Katze lässt das Mausen nicht, das ist allseits bekannt! Albert Schweitzer rät uns zwei Möglichkeiten vor dem Elend des Lebens zu flüchten: „Musik und Katzen. Nachdem sich der Stubentiger mit vollgeschlagenem Bauch in seine Gemächer zurückgezogen hat, bleibt also nur noch die Musik". Doch der Katzenjammer aus dem Radio ist mit einem ausgewachsenen Kater erst recht nicht zu ertragen. Ernest Hemingway verrät, woher unsere Bewunderung für die Samtpfoten kommt: „Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen".
Längst ist es Abend, als wir mit einem Blick durchs Fenster unseren streunenden Stubentiger erblicken und feststellen: „Nachts sind alle Katzen grau!". Was für ein Leben, Katze müsste man sein! Am Ende müssen wir zugeben, dass Rainer Brambach vermutlich gar nicht so falsch liegt, wenn er sagt: „Katzen regieren die Welt, ohne dies je zu verraten".
 

Dienstag, 27. August 2013

So bleiben Ihre Katzen und die Wohnung flohfrei

Katzen jagen Mäuse. Und Mäuse haben Flöhe. Folglich besteht bei Freigängerkatzen immer das Risiko, dass sie die lästigen Parasiten einschleppen. Eine Möglichkeit dies zu verhindern wäre, der Katze die Möglichkeit des Freigangs zu nehmen. Im Hinblick auf die Lebensqualität Ihres Stubentigers, steht dies selbstverständlich nicht zur Diskussion. Dabei reichen bereits wenige Maßnahmen aus, um einer Flohplage effektiv vorzubeugen.
 
Katzen jagen Mäuse Foto: Chris from Poznan | Wikimedia Commons

Spot-On Präparate und Flohhalsbänder

Am besten lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten, welches Spot-On Präparat für Ihre Katze geeignet ist. Im Normalfall genügt es, wenn das Präparat einen bestimmten Geruch enthält, der Parasiten vom Tier fernhält. Flohhalsbänder wirken ebenso, jedoch bergen sie eine gewisse Gefahr für Freigängerkatzen und sind daher nicht so gut geeignet. Sollte bereits ein Befall vorliegen, dann kann dieser mit einigen Präparaten bekämpft werden, durch die ausgewachsene Flöhe nach dem Biss am Tier sterben. Indem Sie Ihr Tier regelmäßig bürsten, können Sie Flohbefall früh erkennen und Maßnahmen ergreifen. Entdecken Sie Salz (Floheier) und Pfeffer (Flohkot) im Fell Ihrer Katze, dann machen Sie den Test: Legen Sie die schwarzen Krümel auf ein Papiertaschentuch, feuchten dieses leicht an und zerdrücken die Krümel. Färben diese sich nun rot, dann handelt es sich eindeutig um einen Flohbefall.

Hygienemaßnahmen in der Wohnung

Wohnen in einem Haushalt Tiere, dann wird selbstverständlich häufiger geputzt. Ein gutes Mittel um die Ausbreitung von Flöhen zu vermeiden ist häufiges Staubsaugen. Feucht Durchwischen hingegen fördert die Entwicklung eventuell vorhandener Floheier. Als weitere hygienische Maßnahme ist das regelmäßige Waschen der Tierdecken zu nennen. Was nicht gewaschen werden kann, wie beispielsweise der Kratzbaum, können Sie bei Bedarf mit Umgebungsspray behandeln.

Wenn Flöhe in der Wohnung sind…

…dann ist das zunächst noch kein Grund zur Panik. In der Regel bevorzugen Flöhe als Wirt eher ein Tier, als uns Menschen. Deshalb ist die allererste Maßnahme ein Spot-On Präparat zu besorgen, welches die adulten Flöhe abtötet. Anschließend Staubsaugen, Tierdecken waschen und die weiteren Liegeplätze mit Umgebungsspray behandeln. Weiterhin können Sie Teppiche mit Salz bestreuen, denn dies trocknet eventuell vorhandene Floheier aus. Eine günstige aber sehr effektive Flohfalle bauen Sie, indem Sie eine Schüssel mit Wasser füllen, ein Glas verkehrtherum darin platzieren und auf dem Glasboden ein Teelicht stellen. Die Flöhe versuchen zum Licht und zur Wärme zu gelangen und fallen dabei ins Wasser. So lässt sich auch gut überprüfen, wie stark der Befall ist.

Sonntag, 25. August 2013

Früher dem Adel vorbehalten: Die Angorakatze


Hätten Sie vermutet, dass es die Angorakatze heute gar nicht mehr gibt? Von Angorakaninchen und Angoraziegen hat vermutlich jeder schon gehört. Auch diese sind bekannt für ihr außergewöhnliches Fell und wurden in Europa insbesondere zur Wollproduktion und der Herstellung teurer Pelze weiter gezüchtet. Die Angorakatze hingegen war kein Nutztier, sondern vielmehr ein Gesellschaftstier. Als im 17. Jahrhundert der Adelsstand in Europa gefallen an einem neuen Prestigeobjekt fand, wurde die langhaarige Katzenrasse aus Kleinasien importiert. Auch Ludwig XIII fand Gefallen daran. Entsprechend ihrer Herkunftsregion bekam sie den Namen Angorakatze. Nach und nach vermischte sie sich mit anderen europäischen Katzenrassen, sodass die ursprüngliche Form weitestgehend verloren ging. 

Eine Angorakatze Foto: Pablo1964 | Wikimedia Commons
Eine weitere Reinzucht war nicht mehr möglich, obwohl es zum Anfang des 19. Jahrhunderts einen erfolglosen Versuch gab, die Rasse nochmals heraus zu züchten. Damit verschwand nicht nur die Angorakatze selbst, sondern auch ihr Name nach und nach von der Bildfläche. Heute nennt man langhaarige Katzenrassen allgemein einfach „Perserkatze“. Einzig die Türkisch Angora kommt der damals aus der Region Angora in Kleinasien (heute Türkei) importierten Angorakatze sehr nah.

Heute tragen viele der heute bekannten Katzenrassen das Langhaar-Gen der ursprünglichen Angorakatze weiterhin in sich. So kann es vorkommen, dass aus der Verpaarung von zwei kurzhaarigen Katzen Nachkommen mit langem Fell entstehen.

Freitag, 23. August 2013

So bringen Sie Ihren Kindern einen respektvollen Umgang mit dem Stubentiger bei


Kinder lernen durch Ausprobieren und Nachahmen. Daher gilt es prinzipiell zwei Dinge zu beachten. Einerseits seien Sie sich immer Ihrer Vorbildfunktion bewusst. Indem Sie selbst einen respektvollen Umgang mit Ihrer Katze pflegen, werden Ihre Kinder dies in der Regel ebenso tun. Die erste Kontaktaufnahme zwischen Stubentiger und den jüngeren Familienmitgliedern sollte möglichst entspannt verlaufen, ansonsten wird die Katze vermutlich schnell die Flucht ergreifen und sich ein ruhigeres Plätzchen suchen. Dies wäre dann ein guter Moment Ihren Kindern zu erklären, dass eine Katze ein eigenständiges Lebewesen ist. Sie zeigt recht deutlich, in welcher Stimmung sie gerade ist, ob sie zum Spielen aufgelegt ist oder lieber eine intensive Streicheleinheit möchte.

Katzen brauchen Auszeiten Foto: Chenspec | Wikimedia Commons


Grundregeln für den respektvollen Umgang mit der Samtpfote
-        Katzen sollten nicht beim Schlafen oder Fressen gestört werden.
-        Wenn sie sich zurückziehen, muss das respektiert werden. Insbesondere der Rückzugsort der Katze ist tabu für jegliche Störungen.
-        Unter keinen Umständen sollte die Katze gegen ihren Willen festgehalten werden.
Bis Ihre Kinder diese Grundregeln wirklich verinnerlicht haben, sollten Sie immer ein Auge darauf haben. Frühestens mit acht Jahren entwickeln Kinder ein ausreichendes Verantwortungsbewusstsein und Verständnis für das ihnen anvertraute Lebewesen, bis dahin sollten Sie stets wachsam sein.


Kommunikation über Körpersprache
„Was bedeutet es, wenn eine Katze mit dem Schwanz schlägt?“, „Wieso läuft sie weg, wenn ich sie doch streicheln will?“ oder „Welches sind die sicheren Anzeichen, dass eine Katze gleich kratzen wird?“
Als verantwortungsvolles Familienoberhaupt beschäftigen Sie sich im Vorfeld mit diesen Fragen, um dann beizeiten Ihre Kinder darüber aufzuklären. Eine Katze zeigt ihre Gemütsverfassung sehr deutlich über die Körpersprache. Man muss nur genau hinschauen und schon weiß man, woher der Wind weht. Während es in der ersten Zeit vermutlich noch häufiger zu schmerzhaften Missverständnissen kommen wird, können Ihre Kinder nur wenige Monate später bereits subtile körperliche Anzeichen der Katze richtig deuten. Und vielleicht werden sie eines Tages sogar noch richtig dicke Freunde.

So wird die Transportbox für Ihre Katze zum Ort der Entspannung



Wenn ihre Menschen unterwegs sind, dann bleibt die Katze meist zu Hause. Nur selten muss sie in die Transportbox verfrachtet werden, beispielsweise um einen Tierarztbesuch wahrzunehmen oder wenn die ganze Familie in eine neue Bleibe zieht. Wer jetzt denkt, dass er seine Katze ohne vorheriges Üben einfach in die Box stecken kann, der tut seinem Tier damit keinen Gefallen. Aus Sicht einer Katze ist es beängstigend plötzlich in einer engen Kiste eingesperrt zu sein, durch die Gegend getragen zu werden und keinerlei Fluchtmöglichkeiten zu haben. Aus vielen Katzentransportboxen hört man lautstarken Protest. Spätestens wenn der Tierarzt beim Herausholen der verärgerten Katze die Krallen zu spüren bekommt, sollte dem verantwortungsvollen Besitzer ein Licht aufgehen.
 
Katzen müssen langsam an die Transportbox gewöhnt werden Foto: Utente | Wikimedia Commons
Gewöhnung an die Transportbox

Das Training ist recht simpel und mit sehr wenig Aufwand verbunden. Im Idealfall integrieren Sie die Transportbox in das tägliche Umfeld Ihrer Katze. Stellen Sie die geöffnete Box an eine ruhige Stelle und legen sie mit Decken aus, genauso wie es bei einem Transport der Fall wäre. Anfangs werfen Sie einfach gelegentlich ein paar Leckereien hinein, später können Sie diese auch in der Decke verstecken. Bei unkomplizierten Katzen ist dies bereits völlig ausreichend, damit sie eine positive Verknüpfung mit der Transportbox aufbauen. Für intensiveres Training stellen Sie das tägliche Futter in der Box zur Verfügung und verschließen diese jeweils für kurze Zeit. Als letzten Schritt tragen Sie die Box ohne vorheriges Füttern behutsam über kurze Distanzen und belohnen anschließend mit einer ganz besonderen Leckerei.

Tipps für unterwegs

Dass es für den Komfort Ihrer Katze in der Box von großer Bedeutung ist, möglichst behutsam getragen zu werden, sollte selbstverständlich sein. Im Auto sollte die Transportkiste gut befestigt werden, denn bereits eine starke Bremsung kann ausreichen, dass die Box verrutscht, was für Ihre Katze sehr unangenehm werden kann. Ein wenig leckerer Wegproviant kann sicher auch nicht schaden, um die Zeit in der Box zu versüßen. Zusätzlich können Sie mit einer Decke die Sicht begrenzen, um das Tier besser vor äußeren Einflüssen abzuschirmen. Vor allem im vollen Wartezimmer beim Tierarzt kann es sonst zu unschönen Vorfällen mit Hunden oder anderen Katzen kommen. Da die Sicht deutlich eingeschränkt ist, kann es hilfreich sein, wenn Sie mit Ihrer Stimme gelegentlich beruhigend einwirken. Ansonsten lassen Sie Ihre Katze in der Box am besten weitestgehend in Ruhe.

Donnerstag, 22. August 2013

Hitzeschutz - Wie man seine Katze vor der Hitze bewahrt

Katze sucht Schutz vor der Sonne
Nicht nur Menschen leiden unter der Hitze. Auch für Haustiere stellen sommerliche Temperaturen und Trockenheit eine Herausforderung dar. Es kommt häufig vor, dass Tiere einen Hitzschlag erleiden, krank werden oder gar verenden. Oft sind die Unachtsamkeit oder Unwissenheit des Tierbesitzers daran schuld.


Für Katzen kühle Plätze bereit halten

Wenn Katzen die Wahl haben, ob sie sich im Freien oder im Haus aufhalten können, wählen sie in den heißen Sommermonaten jeweils die Orte, an denen es am kühlsten ist. In den frühen Morgenstunden sowie am späten Abend halten sie sich draußen auf. Spätestens gegen 10 Uhr steht die Sonne so hoch am Himmel, dass sie ins Haus kommen.

Wohnhöhlen und kuschelige Matten werden von den Tieren eher ungern angenommen, vielmehr legen sie sich auf kühle Flächen. Dazu zählen beispielsweise geflieste Fußböden oder Fensterbretter aus Waschbeton, die weniger stark aufheizen. Einige Katzen bevorzugen die sanitären Bereiche im Badezimmer, wo sie auf dem Badewannenrand oder im Waschbecken ein geruhsames Plätzchen finden.

Wer den ganzen Tag außer Haus ist, sollte daran denken, dass die Sonneneinstrahlung die Zimmer zu unterschiedlichen Zeiten erwärmt. Es empfiehlt sich, alle Türen innerhalb der Wohnung offen stehen zu lassen, damit die Katze ihren Aufenthaltsort frei wählen kann. Werden nasse Handtücher in den Räumen aufgehängt, entsteht Verdunstungskälte. Hierdurch erscheint die Raumtemperatur angenehmer.

Obwohl sich die Luft auch mit Decken- und Standventilatoren kühlen lässt, sind diese Geräte nicht empfehlenswert. Zum einen besteht Verletzungsgefahr, wenn die Katze mit den Gliedmaßen in die Ventilatoren gelangen würde. Zum anderen riskiert der Katzenhalter, dass das Tier sich erkältet. Besonders gefährdet sind sehr junge, alte, geschwächte oder kranke Tiere.

Freilandkatzen brauchen Schatten

Halten sich die Katzen im Freien auf, suchen sie sich allein ein schattiges Plätzchen, sofern die Möglichkeit hierzu besteht. Für Balkontiger bedeutet dies, dass ihnen schattenspendende Grünpflanzen zur Verfügung gestellt werden sollten. Allerdings nur solche Arten, die nicht giftig sind. Befinden sich die Pflanzen in größeren Kübeln, muss der Katzenbesitzer damit rechnen, dass die Katze darin eine Mulde aushebt, um sich den Bauch zu kühlen. Frisches Wasser muss stets zur Verfügung stehen.

Dürfen sich Katzen im Garten und in der Umgebung frei bewegen, besteht kaum die Gefahr, dass sie einen Hitzschlag erleiden. Häufig klettern sie in schattige Baumkronen oder verschwinden im Unterholz. Sinken am Abend die Temperaturen, tauchen sie wieder zu Hause auf. Das Katzenfell sollte insbesondere im Sommer regelmäßig auf Zecken untersucht werden.
Bildquelle: Wikimedia Commons, Autor tanakawho

Mittwoch, 21. August 2013

Unter Katzenhaltern gefürchtet: Der Katzenschnupfen


In ihrer achten und zwölften Lebenswoche sollten Katzenkinder gegen Katzenschnupfen geimpft werden. Nur so ist ein effektiver Schutz vor der gefährlichen Virusinfektion gewährleistet. Im Fall einer Erkrankung wird eine aufwändige Therapie erforderlich, bei der über mehrere Wochen hinweg Antibiotika gegeben werden müssen. Einige der hierbei eingesetzten Medikamente können zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen, die insbesondere für Jungtiere erhebliche körperliche Beeinträchtigungen mit sich bringen.

Katzen sollten gegen Katzenschnupfen geimpft werden Foto: Caduser2003 | Wikimedia Commons

Symptome von Katzenschnupfen

Unter „Katzenschnupfen“ werden mehrere Viren und Bakterien zusammengefasst, die zu ähnlichen Krankheitssymptomen im Kopfbereich führen und teilweise sogar gleichzeitig auftreten. Besonders häufig wird Katzenschnupfen durch Herpesviren und Caliciviren ausgelöst.

Ansteckung effektiv vorbeugen

Primäres Mittel zur Vermeidung einer Ansteckung ist selbstverständlich die Impfung. Dies ist bei Katzenkindern unter 8 Wochen nicht möglich und bei reinen Stubentigern ohne Freigang nicht zwingend erforderlich. Um Ihre Tiere zu Hause zu schützen, sollten Sie den Kontakt mit anderen Katzen vermeiden und sich die Hände waschen, bevor Sie Ihre eigenen Tiere streicheln. Hatten Sie Kontakt zu einer möglicherweise mit Katzenschnupfen infizierten Katze, dann sollten Sie weitere hygienische Maßnahmen unter Einsatz von Desinfektionsmitteln ergreifen. Auch wenn keine Symptome sichtbar sind, kann eine Katze die Krankheitserreger bereits in sich tragen beziehungsweise bleiben sie teilweise auch nach überstandener Krankheit im Wirtstier. Wenn Ihre Katzen nicht gegen Katzenschnupfen geimpft sind, ist Hygiene das A und O, um keine Krankheitserreger einzuschleppen. Beim ersten Verdacht auf eine Ansteckung mit Katzenschnupfen sollten Sie mit Ihrer Katze unverzüglich den Tierarzt aufsuchen.

Erfahren Sie mehr über die Gesundheit und Erste Hilfe bei Katzen hier.

Montag, 19. August 2013

Silbriges Fell und smaragdgrüne Augen: Die Russisch Blau


Die wachen, leuchtend grünen Augen ziehen Sie sofort in ihren Bann. Einen klaren Kontrast hierzu bildet das einfarbig graue Fellkleid mit silbrigem Schimmer. Wie der Name schon sagt hat diese Rasse ihren Ursprung in Russland. Mit wohlproportioniertem Körperbau ist sie leichtfüßig und kraftvoll zugleich. Diese Erscheinung brachte die Russisch Blau bereits von Natur aus mit. Es war keine gezielte Zucht erforderlich um diese Merkmale zu erreichen. Heute wird durch gezielte Weiterzucht das Erscheinungsbild weiter verfeinert. Hierzu wurden Britisch sowie Europäisch Kurzhaar und die Siamkatze eingekreuzt um noch ausdrucksstärkere Augen und ein dichteres Fell zu erreichen.
 
Die Russisch Blau ist außergewöhnlich schön - Foto: Flor de Azur | Wikimedia Commons

Aufgrund ihrer großen Beliebtheit sind inzwischen drei verschiedene Einschläge der Russisch Blau entstanden. Die englische Variante ist kräftig während die sibirisch-skandinavische eher zierlich wirkt. In Amerika hingegen steht eine ausgeglichene Eleganz im Vordergrund.
Übrigens sind die Katzenkinder der Russisch Blau zunächst noch blauäugig. Erstaunlicherweise wechselt sie ihre Augenfarbe häufig zunächst auf Gelb bevor sie spätestens zum zweiten Lebensjahr das charakteristische Smaragdgrün annimmt. Auch haben die Kitten manchmal eine unerwünschte Fellzeichnung, die sich im Laufe der Zeit – spätestens aber bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres – herauswächst.

Die ideale Katze

Wenn Sie einen verschmusten, schlauen Stubentiger suchen, dann ist die Russisch Blau vielleicht die perfekte Wahl. Mutig erkundet sie im Alleingang auch mal höhere Regale oder öffnet sich selbst die Schranktüren. Ihren Menschen gegenüber zeigen sie sich auch manchmal etwas frech, was sie besonders liebenswert macht. Die Russisch Blau verliert kaum Haare und kann daher prima in reiner Wohnungshaltung zusammen mit einer Zweitkatze gehalten werden.

Übergewicht und Untergewicht bei Katzen - Nicht zu dick, nicht zu dünn, sondern genau richtig!


Als Faustregel gilt: Wenn Sie mit Ihren Fingern an beiden Seiten des Katzenbauches entlangstreichen, dann sollten die Rippen auf leichten Druck hin spürbar sein. Übergewicht ist genauso schädlich für unsere Stubentiger wie Untergewicht. Während Untergewicht oft auf Probleme mit der Futterqualität, Zahnprobleme bei der Katze oder auf Unverträglichkeiten zurückzuführen sind und unbedingt mit dem Tierarzt besprochen werden sollten, resultiert Übergewicht aus Überfütterung. Hier ist also mehr Disziplin beim Halter gefragt.

Übergewicht ist gefährich für Katzen Foto: Zeemeuw | Wikimedia Commons
Freigänger oder Wohnungskatze
 
Freigänger haben viel Bewegung und sind meist nicht so anfällig für Übergewicht. Reine Stubentiger hingegen bewegen sich deutlich weniger und schlafen mehr. Also verbrauchen sie auch weniger Energie. Ein zusätzlicher Faktor ist die Kastration, die das Ansetzen von Fett insbesondere am Bauch begünstigt. Aufgrund der leicht verringerten Aktivität kastrierter Katzen und dem daraus resultierenden geringeren Energieverbrauch, sollte die Futtermenge entsprechend angepasst werden. Selbstverständlich müssten auch zwischendrin gegebene Leckereien bei der täglichen Nassfutterration wieder abgezogen werden.

Das richtige Maß finden

Eine normalgewichtige Katze schleicht eleganter durchs Leben, hat weniger mit typischen Wohlstandskrankheiten zu tun und bleibt folglich länger gesund. Übergewicht stellt in erster Linie eine erhöhte Belastung auf die Gelenke dar. Frühzeitiger Verschleiß und Arthrose können die Folge sein. Auch Stoffwechselerkrankungen können durch falsche Ernährung auftreten. Die „richtige“ Ernährung für die Lebensumstände Ihrer Katze kennen nur Sie. Prüfen Sie regelmäßig, ob die Rippen auf leichten Druck noch deutlich spürbar sind und passen Sie die Futtermenge jeweils regulierend an. Dann kennen Sie schon bald die optimale tägliche Futtermenge für Ihre Katze.

Samstag, 17. August 2013

Die richtige Pflege nach einer Operation - Tipps zur schnellen Genesung des Stubentigers

Die meisten Hunde und Katzen werden früher oder später kastriert um Nachwuchs zu vermeiden und die unannehmlichen Seiten von Läufigkeit beziehungsweise Rolligkeit, sowie triebgesteuertem Verhalten zu unterbinden. Meistens findet dieses einschneidende Erlebnis im Leben unserer Fellnasen im Altern von einem halben bis zu einem Jahr statt. Andere Operationen können krankheitsbedingt oder in Folge eines Unfalls erforderlich werden. Unabhängig vom Anlass der Operation stellt diese eine große Belastung für das Tier dar und sollte immer sorgfältig bedacht werden. Die Narkose während der Operation, die Operationswunde selbst und die verabreichten Schmerzmittel nach der Operation belasten den Organismus. Deshalb ist jetzt eine besondere Pflege angebracht, um den Tieren die Tage nach dem Eingriff möglichst angenehm zu gestalten.
 
Katzen brauchen nach einer Operation besondere Pflege und Ruhe Foto: Michaelrstern | Wikimedia Commons
 Die richtige Pflege der Wunde

Einerseits muss natürlich die Heilung der Operationswunde beobachtet werden. Täglich sollten Sie die Wunde reinigen und dabei darauf achten, ob Sie Anzeichen für eine Entzündung sehen. Bei Auffälligkeiten sollten Sie nicht zögern, bei Ihrem Tierarzt nachzufragen. Naturgemäß versuchen verletzte Tiere ihre Wunde durch Lecken zu reinigen. Die bereits gesäuberte und vernähte Operationswunde wird hierdurch jedoch eher im Heilungsprozess gestört. Daher empfiehlt es sich, dass die Tiere in den ersten zehn Tagen nach der Operation einen Schutzmantel tragen, der die Wunde vor Verschmutzungen und vor dem Abschlecken schützt. Verbände halten bei Tieren oftmals nicht richtig und werden als sehr störend empfunden. Lässt sich Ihre Katze durch den Schutzmantel nicht vom Schlecken abhalten, dann muss sie womöglich einen Kragen tragen. 

 Vorsichtige Fütterung und Ruhe

Neben der regelmäßigen Pflege der Operationswunde wird Ihr Stubentiger nach dem Eingriff zunächst noch benommen sein. Am Tag der Operation sollte er daher besser noch nicht fressen. Trinken hingegen ist erlaubt. Am nächsten Morgen darf dann auch eine kleine Mahlzeit verabreicht werden. Idealerweise füttern Sie zunächst mehrmals an Tag in kleinen Portionen. Da die Katzen während zehn Tagen nach der Operation ohnehin nicht das Haus verlassen dürfen und auch sonst ruhig gehalten werden sollten, ist dies auch eine prima Beschäftigungsmöglichkeit. Ansonsten sollte jede Menge Schmusen und Schlafen auf dem Programm stehen. In den ersten Tagen überwiegen Benommenheit und Desorientiertheit, daher finden Sie Ihre Katze vielleicht an ungewohnten Plätzen vor. Jetzt braucht sie ganz besonders viel Zuneigung von Ihnen. Später wird sie sich vielleicht darüber ärgern, den lästigen Schutzmantel tragen zu müssen und nicht hinausgehen zu dürfen. Nun ist Ablenkung durch ruhige Spiele gefragt. Gemeinsam meistern Sie diese schwierigen zehn Tage und vertiefen gleichzeitig das gegenseitige Vertrauen.

Donnerstag, 15. August 2013

Die Sinne der Katze - Jagen, Sehen und Hören


Die Katze ist und bleibt eine Jägerin. Deshalb hat sie die Welt um sich mit ihren hochsensiblen Sinnen stets genau im Blick. Sie kann buchstäblich bei Nacht sehen. Wir können an der Veränderung ihrer Pupillen erkennen, wie sie sich auf die verschiedenen Lichtverhältnisse einstellt. Hinter der Netzhaut der Katze verbirgt sich das Tapetum ludicum, eine Zellschicht, die wie ein Restlichtverstärker wirkt. Durch Reflektion werden die Lichtstrahlen verstärkt. Das Tapetum ludicum ist es auch, das nachts aus den Katzenaugen leuchtet.

Die charakteristischen Schnurrhaare der Katze ermöglichen es ihr, sich auch in völliger Dunkelheit zu orientieren. Die Wissenschaft hat längst noch nicht alle Funktionen dieses Organs ergründet, aber es ist klar, dass die Schnurrhaare der Katze das Beutefangen erleichtern. Sie können in verschiedene Stellungen gebracht werden, um die Wahrnehmung zu optimieren.

Aber auch die Ohren sind perfekt ausgebildet. Bis zu 300 Meter weit kann sie hören. Und noch in 50 Metern Entfernung unterscheidet sie Geräusche, deren Quellen nur einen halben Meter entfernt sind. Die Samtpfote ist in der Lage, zwei Oktaven höhere Töne als der Mensch zu hören.
 
Katzen können sehr gut hören Foto: flickr Author: atermath
Zwar hat sie nicht so eine starke Nase wie ein Hund, kann aber doch zum Beispiel Futter über mehrere Meter wahrnehmen. Das ist die Erklärung dafür, dass sie plötzlich wie zufällig in der Küche auftaucht, wenn etwas Leckeres bereitet wird. Und schon bringt sie auch ein weiteres Sinnesorgan zum Einsatz: die Zunge. Mit ihr kann sie eine Vielzahl feinster Geschmacksnuancen unterscheiden.

Dienstag, 13. August 2013

Tipps und Ratschläge zum richtigen Katzenstreu


Fein oder grob, duftend oder nicht duftend, schnell klumpend oder möglichst naturbelassen. Die Auswahl ist groß und unübersichtlich, zumal jede Katze andere Ansprüche hat. Noch größer als die Ansprüche des Stubentigers sind jedoch die Ansprüche ihres Menschen.
 
Einige Katzen sind sehr anspruchsvoll Foto: CParisC | Wikimedia Commons
Mit oder ohne Duft?

Katzen sind reine Tiere und sehr geruchsempfindlich. Ist die Streu zu sehr mit wohligen Düften versetzt, meidet sie möglicherweise die Katzentoilette. Fängt es hingegen an zu müffeln, wird ihr das stille Örtchen ebenfalls unangenehm. Aus diesem Grund verscharrt sie ihre Hinterlassenschaft. Daher steht die mögliche Geruchsentwicklung an der Katzentoilette in direktem Zusammenhang mit der Konsistenz der Katzenstreu. Fällt es der Katze leicht, ihre Ausscheidungen zu vergraben, dann hält sich auch die Geruchsbelästigung im Rahmen. Halten Sie außerdem durch mindestens tägliches Aussieben die Katzentoilette sauber, dann kann unangenehme Geruchsentwicklung effektiv verhindert werden.

Fein oder grob?

Manche Stubentiger scharren gerne in Katzenstreu, die fein ist wie Sand. Das Vergraben ihrer Hinterlassenschaft ist deutlich leichter und Gerüche werden besser gebunden. Nachteiliger Effekt: Die kleinen Körner bleiben an den Pfoten haften und verteilen sich in einem größeren Umkreis um die Katzentoilette herum. Feine Streu kann zuweilen etwas stauben, vor allem während dem Aussieben. Grobe Streu hingegen lässt sich schwieriger sieben.

Wichtig ist doch an erster Stelle, dass Sie und Ihr Stubentiger sich rundum wohlfühlen. Gönnen Sie Ihrem Liebling etwas mehr Luxus und staubsaugen dafür etwas häufiger rund um die Katzentoilette? Oder sind Sie eher bequem und greifen lieber auf die praktische grobkörnige Streu zurück? Probieren Sie es aus!

Sonntag, 11. August 2013

Katzen in Einzelhaltung? - Besser zu zweit durchs Katzenleben


Zwar gelten Katzen als Einzelgänger, aber dennoch sind sie soziale Tiere, die Anschluss zu Artgenossen benötigen. Wird ein Kitten einzeln in reiner Wohnungshaltung aufgezogen, dann kann es die Regeln der Kommunikation mit Artgenossen nicht lernen. Eine spätere Vergesellschaftung im Erwachsenenalter mit weiteren Katzen wird problematisch, wenn nicht gar unmöglich. 

Katzen langweilen sich schnell
Abgesehen davon verbringen die meisten Hauskatzen viel mehr Zeit alleine als in Gesellschaft ihres Menschen. Sie lieben es auch nachts durchs Haus zu streifen, wenn alle anderen tief und fest schlafen. Auch tagsüber müssen sie zu Hause bleiben, während die Familie ihrem Alltag nachgeht. Fühlt sich die einzeln gehaltene Katze einsam, dann kann es zu aggressivem Spielverhalten, Futterverweigerung und lautstarkem Protest kommen. Um diese Schwierigkeiten bereits von Anfang an zu vermeiden, sollten Katzen niemals alleine gehalten werden. Wo Platz für eine Katze ist, da ist in der Regel auch Platz für eine zweite. Ist definitiv nicht genügend Platz für zwei Katzen, dann suchen Sie am besten nach einem erwachsenen Tier, das in Einzelhaltung vermittelt werden soll.

Katzen sollten nicht alleine gehalten werden Bild: Benyon3 | Wikimedia Commons
Wenn Sie sich für junge Katzenwelpen entscheiden, dann nehmen Sie im Idealfall gleich zwei Tiere aus demselben Wurf, am besten sogar ein Pärchen. Achten Sie nur darauf mindestens eines der Tiere vor Erreichen der Geschlechtsreife kastrieren zu lassen. Dürfen Ihre Katzen auch in den Freigang, dann empfiehlt es sich unabhängig vom Geschlecht beide Tiere beizeiten zu kastrieren. Während der hierfür erforderlichen Narkose kann übrigens auch prima der Mikrochip eingesetzt werden.

Freitag, 9. August 2013

Frischfütterung, Nassfutter oder Trockenfutter?


Trockenfutter ist wohl die einfachste Möglichkeit, seine Haustiere zu füttern. Ob Hund oder Katze, Hase oder Meerschweinchen, Vogel oder Papagei. Die Fertigmischung verspricht alles zu enthalten, was der tierische Organismus benötigt. Die Pellets in komprimierter und praktischer Form werden mittels eines Messbechers aus dem Vorratskübel geholt und in den Napf geschüttet. Fertig! Einfacher geht’s kaum. Ähnlich komfortabel ist das Nassfutter aus der Dose. Im Schrank stapelt sich der Dosenvorrat. Eine wird zufällig ausgewählt, mit der Lasche am Dosendeckel aufgezogen und der Inhalt mit einer Gabel in den Futternapf geleert. Bei dieser Methode fällt nicht nur jede Menge Metallabfall an, sondern es muss auch die Gabel und das Geschirr regelmäßig gereinigt werden. Zudem hat das Futter für uns Menschen einen unangenehmen Geruch. Die Tiere hingegen nehmen das Nassfutter häufig deutlich besser an als Trockenfutter. Dritte und aufwändigste Variante ist die Rohfütterung.

Rohfütterung B.A.R.F.

Als aufwändig und kompliziert verurteilt, erfreut sich das sogenannte „barfen“ nur wenig Akzeptanz. Nicht zuletzt auch deswegen, weil es nur wenig Werbung für B.A.R.F. Produkte gibt. Für Dosennahrung hingegen laufen täglich Werbespots im Fernsehen.

Die Rohfütterung setzt sich zusammen aus:
  • Verschiedene Fleischsorten, Herzmuskelfleisch für die notwendige Taurinzufuhr
  • Fisch (wegen hohem Fettgehalt nur einmal wöchentlich)
  • Gemüse (maximal 5%)
  • Öl wie beispielsweise Lachsöl oder Fischöl
  • Gelegentlich Eier
  • Katzengras und Katzenminze sollte für reine Wohnungskatzen verfügbar sein
Nicht alle Katzen mögen die Rohfütterung Bild: Wikimedia commons Autor: cara fealy choate

Es sind also nur relativ wenige Bestandteile, die bei der B.A.R.F. Fütterung benötigt werden. Es muss nichts vorgekocht werden und Sie müssen auch nicht selbst auf die Jagd gehen, um das Fleisch zu beschaffen. Es gibt inzwischen Lieferservices, die sich auf die Rohfütterung von Katzen und Hunden spezialisiert haben. Dort bekommen Sie auch tiefgefrorenes Fleisch, das bereits in kleine Portionen unterteilt ist. Alle anderen B.A.R.F. Bestandteile können Sie beim wöchentlichen Einkauf mitbringen. 

Was die Katze nicht kennt, frisst sie nicht


Leider kann man einige Katzen nicht mehr an die Rohfütterung gewöhnen. Katzen die von klein auf nur Trockenfütterung kennen, könnten das Rohfleisch verweigern. Sie können versuchen zunächst nur kleine Anteile des neuen Futters unter das alte zu mischen, um eine langsame Gewöhnung herbeizuführen. Allerdings ist es nicht empfehlenswert über einen längeren Zeitraum Trockenfutter mit Rohfleisch zu vermischen. Dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als mit der bisherigen Fütterungsmethode weiter zu machen.

Mittwoch, 7. August 2013

Hund und Katze werden zum unschlagbaren Team


Bei frühzeitiger Gewöhnung können Katzen auf Hunde sozialisiert werden und umgekehrt. Beide Tiere verbringen die ersten Lebenswochen beim Muttertier, hierbei lernen sie zunächst ihren Körper und dessen Grundfunktionen kennen. Etwa ab der fünften Lebenswoche beginnen sie sich für ihre Umwelt zu interessieren und sollten jetzt auf Menschen und andere Tiere sozialisiert werden. Diese frühe Prägungsphase dauert ungefähr bis zur zwölften Lebenswoche an. Werden Katzen in dieser Phase auf Hunde sozialisiert, dann sind sie in ihrem weiteren Leben verträglicher mit Hunden. Hunde wiederum kann man auch später noch auf Katzen sozialisieren. Auch hier gilt zwar „je früher, desto besser“, ihre Sozialisierungsphase ist jedoch erst im Alter von bis zu einem Jahr abgeschlossen.
Foto: Arantz | Wikimedia Commons

Die ideale Konstellation ist also, wenn ein junges Kätzchen mit etwa 10 Wochen mit einem Hund zusammen aufwächst, der etwa ein halbes Jahr alt ist und bereits einen gewissen Grundgehorsam zeigt. Die Katze lernt, nicht wegzulaufen und der Hund lernt, die Katze nicht zu jagen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Stubentiger Rückzugsmöglichkeiten hat, an denen sie der Hund nicht erreichen kann. Bei der Verteilung von Streicheleinheiten sollte keiner von beiden bevorzugt werden. Sie können sogar beide gemeinsam (an getrennten Näpfen) füttern, damit kein Neid entsteht. Eines Morgens wachen Sie auf und finden beide Tiere zusammengekuschelt im Hundekörbchen. So schön kann Tierliebe sein!

Montag, 5. August 2013

Neues Spielzeug für die Katze - Animation


Wenn wir unserem Stubentiger ein neues Spielzeug zukommen lassen, erwarten wir natürlich, dass er sich sofort darauf stürzt. Manchmal lässt die Katze es aber auch einfach achtlos in der Ecke liegen. Wie so oft können hier Missverständnisse zwischen Mensch und Tier die Ursache sein, wenn der Spielspaß nicht so recht aufkommt.

Zunächst einmal sollte die Katze immer ausgiebig Gelegenheit haben, das neue Spielzeug zu beschnuppern und zu begutachten, bevor die Action beginnt. Sonst ist es ihr fremd und unheimlich. Drängen Sie es ihr auf keinen Fall auf. Sie können es mit einem gewissen Abstand auf den Boden legen, damit sie sich dem „Alien“ langsam nähern kann.

Es gibt natürlich auch Katzen, die so wählerisch sind, dass sie gar nichts annehmen, was der Mensch ihnen anbietet. Diese etwas komplizierten Wesen möchten das Gefühl haben, selbst auf den neuen Gegenstand gekommen zu sein. Sie könnte ihn auch viel interessanter finden, wenn sie glaubt, dass sie ihn vom Menschen geklaut hat. So verbindet sie ein kleines Erfolgserlebnis mit dem Spielzeug. Wenn Sie die Samtpfote so austricksen, können Sie beide Spaß haben.

Manche Katzen lassen sich animieren, wenn der Mensch vor ihren Augen spielt. Dabei können Sie ruhig etwas übertreiben. Die Katze wird Ihnen womöglich mit großen Augen zuschauen und auf ihre Gelegenheit lauern, endlich zu schauen, was an diesem neuen Ding so aufregend ist.

Samstag, 3. August 2013

Richtig Spielen mit der Katze


Katzen sind eigensinnig. Das weiß eigentlich jeder. Aber dennoch wundern wir uns manchmal über sie, zum Beispiel, wenn sie keine Lust zum Spielen haben. Es könnte allerdings auch sein, dass der Mensch sie etwas überfordert hat. Denn natürlich hängt die Laune des Tieres auch von dessen Gewohnheiten ab.

Stürzen wir uns beispielsweise auf die Katze, wenn wir gerade von der Arbeit kommen und einfach Ablenkung haben wollen, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass die feinfühlige Samtpfote schnell Reißaus nimmt. Denn sie ist gar nicht in der Stimmung dazu. Der einfühlsame Katzenhalter kennt den Tagesrhythmus und die Gewohnheiten seiner Katze und erkennt ihre Stimmungen.

Es gibt keineswegs nur eine Art zu spielen. Manch ein Halter glaubt, es müsse immer Action und Hektik geboten werden. Aber das kann schnell zu viel sein. Auch ruhige und entspannende Phasen müssen vorkommen, in denen Raum für Sinneseindrücke und Emotionen bleibt.

Dann kann der Mensch zum Beispiel an einem Papierstäbchen kauen, die Katze schaut aufmerksam zu und greift irgendwann sanft nach dem anderen Ende. Die geistige Beanspruchung und Aufmerksamkeit stehen hier im Vordergrund, nicht so sehr der Körpereinsatz. Lassen Sie sich darauf ein, vertrauen Sie auf Ihre Intuition und lernen Sie Ihre Katze womöglich von einer ganz neuen Seite kennen.