Montag, 8. Juli 2013

Wenn die Katze nicht spielen will - Warnsignale für Krankheiten?


Katzen spielen gerne. Manchmal aber reagiert Ihre Katze nicht auf Ihre Spielaufforderungen. Zeigt die Katze keinerlei Interesse am Spiel, dann kann das ein Hinweis auf ernste Probleme sein. Das Spielen ist an sich ein Grundbedürfnis der Samtpfoten, es dient ihrem körperlichen und geistigen Wohlempfinden. Daher sollte so schnell wie möglich geklärt werden, ob gesundheitliche Ursachen dahinter stecken.

Gehen Sie also mit ihrer Katze zum Tierarzt und lassen sie prüfen, ob beispielsweise eine Niereninsuffizienz vorliegt, eine Infektion oder chronische Verstopfung. Auch Schmerzen können eine Ursache sein. Erst wenn diese Gründe ausgeschlossen sind, sollten Sie weiterforschen.
Katze im Spieltrieb.
Foto Autor: Terje Tjervaag | Flickr


Vielleicht liegt aber auch einfach zu viel Spielzeug in der Wohnung verteilt herum. Es steht dem Stubentiger permanent zur Verfügung und übt daher kaum noch Reiz aus. Räumen Sie in diesem Fall alle Spielzeuge weg. Sie können die Spielzeuge dann immer zeitlich begrenzt zur Verfügung stellen und beobachten, ob sich das Verhalten verändert.

Eine weitere Ursache für fehlenden Spieltrieb könnte sein, dass Ihre Katze sich nach einer längeren Nachtpirsch während des Tages ausruhen und schlafen möchte. Spielfrust und Unlust kann also einfach auf Müdigkeit beruhen und sollte innerhalb von einigen Stunden wieder in rege Aktivität umschlagen.

Falls der Spieltrieb trotz Ruhephase nicht wiederkehrt und auch keine Krankheit zu erkennen ist, noch einige Tipps:

Vermeiden Sie Ablenkung und sorgen Sie dafür, dass die Katze sich mit einem Gegenstand intensiv befassen kann. Vor allem Spielzeug mit Katzenminze, Baldrian oder anderen Kräutern darf überdies nicht ständig verfügbar sein, weil das zu einer Überreizung oder Desensibilisierung führen kann.

Und nicht zuletzt ist auch die Gemütslage des Halters entscheidend. Denn unsere Katzen sind bekanntlich sehr feinfühlig. Sie bemerken sofort, wenn der Mensch keine Lust zum Spielen hat und nicht mit dem Herzen dabei ist. Eine Erwartungshaltung („Mach jetzt mit!“) kann außerdem Druck auf das Tier ausüben. Erfreuen Sie sich lieber an seinem Verhalten, so wie es ist und sie beide werden mehr Spaß haben.

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