Sonntag, 28. Juli 2013

Katzen in der Welt der Kunst


Die älteste bekannte Darstellung einer Katze in der Kunst ist eine Darstellung, die in Hacilar in der Türkei gefunden wurde. Sie ist über 7000 Jahre alt! Darauf ist eine Figur mit einer Katze auf dem Arm zu sehen. Etwas bekannter sind die Katzendarstellungen des alten Ägyptens, die sogar in den heiligsten Grabkammern der Pharaonen gefunden wurden. Im antiken Griechenland wurden vor 5000 Jahren Münzen mit Katzenmotiven verziert.

Wir sehen also, dass der Stubentiger die Menschen seit jeher fasziniert und verschiedentlich zur Inspiration diente. Nachdem die Katze im Mittelalter leider häufig mit dunklen Mächten in Verbindung gebracht wurde, entdeckten die Künstler der Renaissance das wunderbare Tier als Motiv wieder. Albrecht Dürer beispielsweise fertigte eine meisterhafte Darstellung an, bei der eine Katze Adam und Eva zu Füßen liegt. Auch von Jacopo Tintoretto sind herrliche Katzenbilder erhalten.

Der Impressionist Édouard Manet ist als ausgesprochener Freund der Katzen bekannt, immer wieder stellte er sie dar. Pierre Auguste Renoir schuf 1868 mit seinem Gemälde „Junge mit Katze“ ein Meisterwerk, das vor allem durch den rätselhaften Blick des unbekannten Knaben zu faszinieren weiß, der da mit einer Katze schmust, die sich an ihm schmiegt.

Der Schweizer Maler Gottfried Mind wurde zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts gar der „Katzen-Raffael“ genannt aufgrund seiner besonders gelungenen Zeichnungen von Katzen, die er mit großem Einfühlungsvermögen beim Jagen und Spielen portraitierte. In Anlehnung an Mind bezeichnete man einige Jahrzehnte später Fedor Flinzer als den „Sächsischen Katzen-Raffael“. Er illustrierte unter anderem zahlreiche Kinder- und Jugendbücher.

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