Montag, 6. Mai 2013

Stressanzeichen bei der Katze rechtzeitig erkennen und die Auslöser beseitigen

Ihr Revier ist der Katze heilig. Sie verbringt viel Zeit damit, ihre Geruchsmarkierungen anzubringen und regelmäßig aufzufrischen. Plötzliche Veränderungen können sie irritieren und im schlimmsten Fall Stress auslösen. Ist dies nur gelegentlich der Fall und im erträglichen Rahmen, dann können Katzen meist noch recht gut damit klarkommen. Wird jedoch durch häufige Veränderungen Stress ausgelöst, dann kann dies sehr belastend werden und auch zu gesundheitlichen Problemen führen.

Typische Stressoren für Katzen können sein:

  • Wenn mehrere Katzen und/oder andere Tiere wie Hunde im gleichen Haushalt leben
  • Häufiges und gründliches Putzen der Wohnung, Renovation, neue Möbel, Umgestaltung oder gar ein Umzug, Baustelle im oder vor dem Haus
  • Einschränkung des Freigangs, Aufenthalt in einer Katzenpension oder beim Tiersitter
  • Plötzliche Veränderung im gewohnten Tagesablauf (kurzzeitig oder permanent), beispielsweise Dienstreise, Krankheitsfall, Familienzuwachs, Schicht- oder Saisonarbeiter
  • Krankheit der Katze und Tierarztbesuch

Woran Sie Stress bei Ihrer Katze erkennen
Katzen brauchen viel Ruhe. Foto: Skymax666 | Wikimedia Commons

Jede Katze zeigt andere Symptome, die Sie oftmals nur dann erkennen können, wenn Sie Ihre Katze einschätzen und „lesen" können. Plötzliche Wesensänderungen sind immer ein untrügliches Zeichen, dass etwas im Argen liegt. Oft ist es auch hilfreich, einfach auf sein Bauchgefühl zu hören. Falls Sie plötzlich Harnmarkieren, Kratzmarkieren, ängstliches Verhalten oder Appetitlosigkeit bis hin zur Futterverweigerung feststellen, dann sollten Sie unverzüglich reagieren und die Ursache ermitteln. Im Handel gibt es einige Mittel, die über Duftpheromone eine Entspannung herbeiführen können. Jedoch sind diese nur bei kurzzeitigem Einsatz wirksam. Fast genauso effektiv kann es sein, mehr Zeit mit dem Tier zu verbringen, um es bei der Gewöhnung zu unterstützen und ihm dadurch mehr Sicherheit zu geben. Auch das geeignete Zubehör, wie ein Kratzbaum, können helfen.

Eine dauerhafte Lösung kann nur durch das nachhaltige Gewöhnen oder das Beseitigen der Stressauslöser erreicht werden. Ist dies nicht möglich, dann sollte auch eine Weitervermittlung des gestressten Tieres in Erwägung gezogen werden.

Haben Sie Erfahrungen mit einer gestressten Katze gesammelt? Wie halten Sie Ihre Katze stressfrei?

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