Donnerstag, 4. Oktober 2012

Picasso und seine Katzen

Dass Künstler ein besonderes Faible für unsere geliebten Samtpfoten haben, dürfte kaum verwundern. Schließlich sind die Tiere für ihre Feinfühligkeit, Eleganz und Geschicktheit bekannt, was vielleicht für eine gewisse Verbundenheit sorgen könnte. In der Kunst sind Katzen ein weit verbreitetes, beliebtes Motiv.

Auch der Maler Pablo Picasso war ein außerordentlicher Freund der Katzen. Bereits in sein Gemälde „Das Liebespaar auf der Straße“ von 1900 ließ der damals gerade 19 Jahre junge Künstler im Hintergrund eine Katze auftauchen. Sie ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen, versteckt sich sozusagen, was ein wenig an Edouard Manets „Olympia“ erinnert, wo ebenfalls eine halb verborgene Katze den Betrachter direkt anschaut. Man erschreckt sich vielleicht ein wenig, wenn man sie plötzlich entdeckt.

In dem Aquarell „Zwei Akte und eine Katze“ von 1901 zeigt Picasso ein Paar, das ins Liebesspiel versunken ist und dabei von einer neugierigen Katze beobachtet wird. Für den jungen Künstler war das mysteriöse Tier offenbar eng mit der Erotik verbunden. Ein Foto von 1910 zeigt den Maler, der nach eigenen Angaben von Katzen besessen war, selbst mit einem Kätzchen.

Aus seinem späteren Werk sticht vor allem das Bild „Dora Maar mit Katze“ von 1941 hervor, das Portrait seiner damaligen Geliebten. Sie ist in farbenfroher Kleidung auf einem Stuhl sitzend zu sehen, auf der Lehne balanciert geschickt eine kleine, schwarze Samtpfote. Zwanzig Jahre später nahm Picasso in „Stillleben mit Katze und Hummer“ das seit dem Barock beliebte Motiv eines Stilllebens mit Katze auf. Nach eigener Aussage wollte der Maler hier aber eine wilde, ungezähmte Streunerkatze zeigen, die sich über das Essen hermacht.

© markldiaz |Flickr
In den 1960er Jahren entstanden noch viele Katzenbilder von Picasso. Ein heute sehr populäres Motiv für Poster und allerlei andere Dinge ist die Zeichnung „Die Katze“.

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