Montag, 1. Oktober 2012

Harnsteine bei Katzen

Die Vorfahren unserer Hauskatze waren Wüstentiere. Obwohl das bereits sehr lange her ist, neigen sie daher bis heute dazu, ihren Urin zu konzentrieren. Leider kann dieses Verhalten auch zur Bildung von Harnsteinen führen. Der Tierarzt spricht dann vom Felinen Urologischen Syndrom (FUS). Symptome sind wie beim Menschen das andauernde Gefühl Wasser lassen zu müssen sowie stechende Schmerzen.
Als aufmerksame Halter bemerken wir, dass das Tier häufiger als sonst die Katzentoilette aufsucht. Eventuell stößt sie kleine Schmerzensschreie beim Wasserlassen aus oder ihr Urin enthält sogar Blut. Eventuell uriniert sie auch außerhalb der Katzentoilette. Ihr allgemeines Befinden kann beeinträchtigt sein, sie wirkt dann schlapp und lustlos. Der Appetit ist mäßig.


Ⓒ MowT
Im äußersten Fall wird die Harnröhre gänzlich verstopft sein. Das Wasserlassen ist unmöglich, die Schädigung wirkt sich auf die Nieren aus. Spätestens jetzt muss so schnell wie möglich der Tierarzt aufgesucht werden. Der Rückstau darf auf keinen Fall länger als 24 Stunden bestehen, sonst sind bleibende Schäden kaum noch zu vermeiden.
Die Erkrankung tritt bei beiden Geschlechtern auf und in allen Altersgruppen. Ein einjähriger Hüpfer kann ebenso betroffen sein wie ein Senior. Es wird angenommen, dass durch unausgewogene Ernährung angesäuerter Urin und Stress die Bildung begünstigen, ebenso wirken sich Bewegungsmangel und zu viel Körperfett negativ aus.
Der Tierarzt kann die Art des Harnsteins analysieren und eine geeignete Therapie festlegen.

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