Freitag, 28. September 2012

Ernährungsgrundlagen

Für die Katze ist eine ausgewogene Ernährung ebenso wichtig wie für den Menschen. Jederzeit muss sie Zugang zu frischem Wasser haben. Sie braucht viel Fleisch und Vitamin A. Das weibliche Tier benötigt etwa 200 bis 250 Kalorien, das männliche 250 bis 300. Bei kleinen Katzen ist der Bedarf im Vergleich zum Körpergewicht größer, weil ihr Energiebedarf insgesamt höher ist.

©  Just Jefa | Flickr
Milch enthält viele Proteine. Allerdings vertragen sie nicht alle Katzen gleich gut. Manche kriegen Durchfall, andere reagieren sogar allergisch. Man kann auch Kondensmilch aus Dosen mit heißem Wasser aufgießen, etwa derselben Menge, dann mögen und vertragen sie viele Stubentiger.

Die Ernährung hat einen direkten Einfluss auf innere Organe, Zähne, Knochen und den Zustand des Fells. Katzen neigen sehr zu festen Gewohnheiten. Genaue und immer gleiche Fütterungszeiten kommen ihnen daher sehr entgegen. Auch die Stellplätze der Näpfchen von Futter und Wasser (die nicht direkt nebeneinander stehen sollten), dürfen nicht öfter verändert werden als unbedingt nötig.

Eine jüngere Katze braucht häufigere und kleinere Mahlzeiten, Senioren ebenfalls. Im normalen Erwachsenenalter hingegen sind größere Mahlzeiten besser. Typischerweise wird die Katze hauptsächlich mit Katzenfutter ernährt, das beispielsweise im Supermarkt erhältlich ist. Dosenfutter unterliegt heute sehr strengen Qualitätskontrollen, ist das beliebteste Futter und wird auch von Tierärzten am häufigsten empfohlen. Hier erfolgt die Zusammenstellung der Zutaten so, dass eine ausgewogene Ernährung einfach ist. Auch qualitativ hochwertiges Trockenfutter enthält alle wichtigen Nährstoffe - dabei muss aber besonders darauf geachtet werden, dass immer genügend Wasser zur Verfügung steht.

Sonntag, 23. September 2012

Hemingway und die Katzen

Ernest Hemingway war seinen Mitmenschen nicht immer wohl gesonnen, tatsächlich misstraute er ihnen. Ganz im Gegensatz dazu liebte er die Katzen. Viele Zitate belegen dies, so soll er zum Beispiel einmal gesagt haben: "Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben gehen ohne Lärm zu machen." Aus der Zuneigung des Schriftstellers zu den Samtpfoten ist sogar eine eigene Rasse entstanden.

© Jeremy Burgin | Flickr
In den 1930er Jahren lebte Hemingway auf der kleinen Insel Key West in Florida. Hier bekam er von einem Schiffskapitän eine außergewöhnliche Katze geschenkt: sie hatte sechs Zehen an den Vorderpfoten. Der Autor von „Der alte Mann und das Meer“ nannte sie „Snowballs“ und lebte fortan mit ihr zusammen.

Man nennt solche Katzen mit vielen Zehen auch polydaktyle Katzen. Meist sind die Vorderpfoten betroffen, aber oft auch alle vier. Es handelt sich um eine Genmutation. In den USA ist der Ausdruck „Hemmingway-Katze“ mittlerweile ein Synonym für die polydaktylen Katzen.

In der ehemaligen Villa des Schriftstellers auf Key West leben heute noch zirka 60 Katzen. Sie alle sind nach berühmten Filmschauspielern benannt. Die Tiere können sich in dem Anwesen austoben, wie sie möchten. Sie bevölkern den tropischen Garten und machen es sich auf den antiken Möbeln bequem. Das Gebäude ist heute ein Museum, und dessen Angestellte sorgen auch für die Samtpfoten.

Wenn man die Villa besucht, so wie die unzähligen Touristen, die jedes Jahr hier her kommen, kann man einen Einblick in die Welt des begnadeten Autoren bekommen – und diese Welt wäre ohne Katzen wohl kaum denkbar gewesen.

Montag, 17. September 2012

Wenn es der Katze gut geht

Um mit dem Tier richtig kommunizieren zu können, muss man seine Signale zu deuten verstehen. Aber das ist nicht so schwierig, wie es für den Katzenneuling zunächst erscheinen mag. Hier eine kleine Sammlung von Zeichen, die das Tier uns gibt, wenn es uns gut leiden kann beziehungsweise sich wohl fühlt:

© Austinminers | Wikimedia Commons
Richtet die Katze ihren Schwanz hoch auf, dann bedeutet das so viel wie „Hallo“. Zur Begrüßung läuft sie mit erhobenem Kopf auf Sie zu. Reibt sie ihr Köpfchen an Ihnen, so zeigt sie ihre Zuneigung. Hat man die Aufmerksamkeit der Katze gewonnen, spitzt sie neugierig ihre Ohren und dreht sie nach vorn. Dabei macht sie besonders große Augen.

Wenn sie Vertrauen zu einem Menschen empfindet, dann dreht sie ihm beim Streicheln den Bauch zu oder legt ihren Hals bloß. Dabei handelt es sich um ihre empfindlichsten Stellen. Auch Blinzeln ist ein Zeichen von Vertrauen. Ebenso wie durch das Zeigen von verwundbaren Körperstellen demonstriert sie durch das Blinzeln, dass sie Ihnen gegenüber nicht ständig wachsam sein muss. Auch als Mensch können wir sie anblinzeln, sie wird es ebenso als Geste der Nähe und Vertrautheit betrachten.

„Tretelt“ die Katze, dann zeigt sie so ebenfalls ihr Wohlbefinden und Vertrauen an. Die Geste geht auf die Kindheit zurück, wo sie mit solchen kleinen Tritten den Milchfluss der Mutter anregen konnte
Mehr über die Besonderheiten von Katzen und ihre faszinierende Art untereinander und mit uns Menschen zu kommunizieren findet man in vielen Fachbüchern zum Thema Katzen.

Montag, 10. September 2012

Das Grinsen der Grinsekatze

Zweifelsohne eine der berühmtesten Katzenfiguren der Geschichte ist die „Grinsekatze“ aus dem Roman „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll. Die intelligente und gewitzte Grinsekatze gehört der Herzogin und hilft der Hauptfigur Alice, indem sie ihr die wichtigsten „Regeln“ des Wunderlandes erklärt. Ihr hervorstechendes Merkmal ist dabei das breite Grinsen, das mitunter sogar bleibt, wenn das magische Tier sich unsichtbar macht.



© John Tenniel | Wikimedia Commons



Der englische Name des eigentümlichen Wesens lautet „Chenshire Cat“. Als Carroll den Roman in den 1860er Jahren schrieb, war die Redewendung „to grin like a Chenshire cat“ in England geläufig. Er selbst stammte aus der Grafschaft Chenshire, auf die sich der Ausdruck bezieht. 1832 war er im Ort Daresbury zur Welt gekommen.


Was es aber letztlich mit dem Grinsen einer Katze aus Chenshire auf sich hat, ist nicht endgültig geklärt. Eine Deutung geht auf den berühmten Chenshire- oder Chester-Käse aus der Grafschaft zurück, der früher geformt war wie eine Katze. Es ist möglich, dass diesem Käsetier unterstellt wurde, es würde grinsen, weil die Grafen keine Steuern an die Krone zu zahlen hatten.
Eine andere Theorie ist simpler: angeblich sei ein besonders untalentierter Schildermaler beim Versuch gescheitert, diverse Gasthöfe mit Löwen zu verzieren. Die Löwen hätten ausgesehen wie grinsende Katzen.


Die dritte Legende erzählt von einem gemeinen Förster, der während der Regentschaft von Richard III. zahlreiche Wilderer hinrichten ließ. Dabei soll er breit gegrinst haben. Da der Mann Catling hieß, soll daraus später die Verkürzung „cat“ entstanden sein. Das ist sicherlich die unwahrscheinlichste Variante.
Doch woher auch immer die Grinsekatze ihr Grinsen hat, Kinder und Erwachsene lieben sie bis heute.


Dienstag, 4. September 2012

Schlafende Katzen sind gemütlich


Was gibt es besseres für eine gemütliche Ruhepause als eine schlummernde oder schnurrende Katze?