Freitag, 20. Juli 2012

Warum sich die Katze so gern putzt - Katzenwäsche


Katze säubert ihre Krallen. Foto: Tanakawho

Im Gegensatz zu dem, was der Ausdruck „Katzenwäsche“ vermuten lässt, verbringen die meisten Katzen sehr viel Zeit mit ihrer Körperpflege. Das sind tatsächlich über drei Stunden täglich, sie beschäftigen sich etwa 30 Prozent ihrer wachen Lebenszeit damit. Lose Haare und Parasiten werden mit den kleinen Haken auf ihrer Zunge entfernt. Durch das Zupfen wird die Durchblutung der Haut angeregt, die Talgdrüsen produzieren mehr Fett, so wird das Fell wasserdicht gemacht.

Vor allem in der Sommerhitze nützt das Putzen auch der Regulierung der Körpertemperatur. Die wenigen Schweißdrüsen der Katze an Kinn und Ballen helfen da nicht mehr weiter. Deshalb verteilt die Katze Speichel auf ihrem Fell, der beim Verdunsten Kälte produziert. Auch Vitamin D, das bei Sonneneinstrahlung auf der Haut hergestellt wird, kann die Katze durch Lecken aufnehmen. Natürlich muss sie die abgegebene Flüssigkeit wieder aufnehmen, deshalb muss sie in den warmen Monaten viel mehr trinken und es ist besonders wichtig, für ausreichend Wasser zu sorgen.

Der Instinkt zum Putzen ist bereits kleinen Katzenbabys angeboren, aber so richtig lernen sie es erst unter den strengen Augen der Mutter. Mit etwa sechs Wochen sind sie selbst in der Lage sich sauber zu halten. Es kommt aber vor, dass ältere oder etwas übergewichtige Katzen Probleme bei der Reinigung haben. Dann muss der Mensch mit Kamm und Bürste nachhelfen. Langhaarkatzen bedürfen ohnehin der regelmäßigen Fellpflege. Freilaufende Katzen müssen regelmäßig nach Parasiten wie Zecken und Flöhe abgesucht werden. Mehr Tipps zur Pflege hier.

Wie pflegen Sie Ihre Katze? Oder genügt Ihnen der regelmäßige Besuch beim Tierarzt?

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