Sonntag, 8. Juli 2012

Die Katzenhaarallergie

Millionen von Katzen werden in Deutschland gehalten. Sie dienen als Begleiter, Freunde und manchmal sogar als Therapeuten. Besonders ärgerlich ist da eine Allergie. Ungefähr jeder zwanzigste Deutsche ist allergisch gegen Katzenhaare. Das heißt, genauer gesagt wird die allergische Reaktion nicht von den Haaren selbst, sondern von den auf ihr befindlichen Speichel-, Urin und Talgrückständen ausgelöst. Durch Luftbewegungen werden sie mit den Haaren durch das Wohnumfeld des Tieres beweg.
 
Die Katzenhaarallergie ist leicht zu erkennen. Ihre Symptome treten unmittelbar auf, beziehungsweise innerhalb von zehn Minuten nach dem ersten Kontakt. Ein allergischer Schnupfen macht sich bemerkbar, Niesen, möglicherweise Hautausschlag, gerötete Augen und Jucken. Das sollte Ernst genommen werden, denn grundsätzlich besteht bei längerer Auswirkung die Gefahr von allergischem Asthma.
© Gerry Danilatos | Wikimedia Commons


Natürlich raten Ärzte normalerweise, den Kontakt zum Allergen so weit wie möglich einzuschränken. Das heißt, es sollten keine Katzen gehalten werden und der Allergiker sollte sich auch ansonsten von ihnen fernhalten. Doch das ist gar nicht so einfach. Schließlich verbreiten sich Katzenallergene so leicht und massenhaft, dass sie im Grunde überall auftauchen, auch an Orten, an denen es gar keine Katzen gibt. Es wurden sogar im Eis, tief im Innern Grönlands schon Katzenallergene nachgewiesen…


Eine spezifische Immuntherapie (SIT) kann helfen. Dabei wird der Körper langsam an immer größere Mengen des Stoffes gewöhnt, der die Überempfindlichkeit auslöst. Genaue Informationen dazu gibt der Allergologe.

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