Dienstag, 24. Juli 2012

Bloß keine Langeweile - Spiele und Spielregeln für die Katze

Katzen kämpfen spielerisch - Quelle: Catplay
Wenn Katzen etwas nicht mögen, dann ist es Langeweile. In der Natur ist ein Tier ständig gefordert, und auch wenn die Katze keine Möglichkeit zum Mäusefangen hat, dann muss sie ihre Lust an der Jagd anderweitig befriedigen. Sie will sich an eine Beute heran schleichen, sie belauern, packen und greifen. Übungen helfen, der perfekte Mäusejäger zu werden.

Daher braucht der Stubentiger kleine Verstecke und Möglichkeiten zum Klettern in der Wohnung, aber auch Katzen-Spielzeug, das ihn oder sie fordert, weil es kullert oder unerwartete Bewegungen macht. Dass dahinter womöglich der Mensch steckt, der es auf der anderen Seite steuert, stört da überhaupt nicht. Gerade bei jungen Katzen genügt eine einfach geradlinige Bewegung, um den Jagdinstinkt zu wecken. Schon muss sie hinterher. Auch kleinere Raufspiele können für Begeisterung sorgen, bei denen der Mensch das Tier sanft umwirft und sich so wie eine andere Katze verhält.

Doch ebenso wichtig wie Spaß und Freude sind die Regeln. Denn sie strukturieren das Leben der Katze. Wenn sie alles darf, ist das gar nicht wirklich nach ihrem Geschmack. So ist zum Beispiel der Esstisch oder das Bett tabu. Solche verbotenen Zonen ersetzen der Katze die Reviergrenzen.

Natürlich übertritt sie das Verbot von Zeit zu Zeit. Dann springt sie etwa auf das verbotene Bett und schaut Sie herausfordernd an. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, aber zeigen Sie ihr auch eine Reaktion. Wenn sie verjagt wird, ist ihr das lieber als sich zu langweilen. Der Tabubruch gehört zum Katzenleben dazu.

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