Montag, 30. Juli 2012

Katzenerziehung – professionelle Hilfe in Anspruch nehmen?

Es gibt Fälle, in denen wir an unsere Grenzen kommen in der Katzenerziehung. Es ist meist nicht leicht, sich das einzugestehen, aber eventuell ist das Verhalten der Katze doch schon so auffällig, dass professionelle Hilfe hinzugezogen werden muss. Denn oft bringt es auch nichts mehr, die Oma oder Tante zu fragen, die zwar auch eine Katze hält, aber deshalb noch lange keine Expertin ist.

Was ist nur mit der Katze los? Katzenbisse können gefährlich sein. Foto: Hannibal Poenaru, Wikimedia.
Heute kann man sich online in diversen Foren und Communities mit anderen Katzenfreunden beraten und dabei so manchen guten Tipp bekommen. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Websites, die Ratschläge und Hinweise geben können. Aber wenn das alles nicht mehr recht zu helfen vermag, kann ein erfahrener Katzenpsychologe oder Tierverhaltenstherapeut die Lösung sein.

Nach einem Erstgespräch zum Kennenlernen wird dieser sich vermutlich für die genauen Lebensumstände interessieren. Bei einem Hausbesuch kann er die Katze und Sie in Ihrem „Revier“ beobachten und daraus Schlüsse ziehen, wie man den Problemen beikommen kann. Mit der Perspektive des Außenstehenden und einem geschulten Auge kann ein Therapeut unter Umständen eine Strategie zur Lösung entwickeln, auf die Sie selbst nicht gekommen wären.

Aber beachten Sie, dass Katzenpsychologe und Tierverhaltenstherapeut keine vom Staat geschützten Titel sind. Im Prinzip kann sich also jeder so bezeichnen. Wählen Sie daher jemanden aus, der Ihr Vertrauen gewinnen kann und kompetent wirkt. Vermeiden Sie esoterische Ansprüche von Therapeuten, die behaupten, dass sie mit Ihrer Katze reden könnten. Erfahrene Katzensitter können eine erste Hilfestellung bieten. Wenn Sie einen erfahrenen und seriösen Katzensitter suchen, lesen Sie Tipps dazu weiter im Ratgeber Wie finde ich den richtigen Katzensitter?

Freitag, 27. Juli 2012

Die Katze allein zu Haus - Vorsicht vor giftigen Pflanzen

Katzen lieben die Gesellschaft anderer Lebewesen, am liebsten natürlich die von Katzen. Das hartnäckige Klischee, Katzen seien Einzelgänger, trifft ganz einfach nicht auf die meisten Samtpfoten zu. Aber was tun, wenn die Katze allein bleiben muss, weil der Mensch beispielsweise arbeiten geht? Am besten wäre eine Zweitkatze zum Spielen und Kommunizieren. Aber auch wenn das nicht möglich ist, kann man ihr die langweilige Zeit ein wenig erleichtern.

Langeweile? Katze auf dem Dachbalken - Foto: Rudolph.A.Furtado
Am wichtigsten ist natürlich, dass genug Wasser und Futter vorhanden ist. Stellen Sie lieber mehrere Töpfchen auf. Für Abwechslung und genügend Möglichkeiten zum Spielen muss unbedingt gesorgt sein. Sie können ihr zum Beispiel kleine Leckereien in der Wohnung verstecken. Wenn sie sie findet, wird sie sich freuen.

Variieren Sie den Kratzbaum der Katze häufig, damit sie auch dort immer wieder Neues entdecken kann. All ihr Spielzeug sollte nicht weggeräumt werden, sondern zum Spielen verfügbar sein. Auch mit einem gut zugänglichen Glockenspiel kann sie sich ausgiebig beschäftigen, wenn niemand außer ihr da ist.

Um für die Sicherheit der Katze zu sorgen, sollten Sie genau darauf achten, dass keine giftigen Pflanzen oder Substanzen für sie zugänglich sind, lesen Sie dazu mehr in der Liste und im Ratgeber Giftige Pflanzen: Die Liste für Katzen gefährlicher Pflanzen. Einige Zimmerpflanzen sind für Katzen geradezu lebensbedrohlich giftig. Auch im Mülleimer darf sich nichts Gefährdendes befinden. Fenster müssen unbedingt verschlossen sein (vor allem die besonders gefährlichen Kippfenster), denn wenn sie allein ist, wird sie neugierig umher streifen und sich womöglich allerlei Schabernack überlegen.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Der richtige Kratzbaum zum Schärfen und Wetzen der Krallen

Jede Katze muss kratzen und die Krallen wetzen. Sie muss ihre Krallen schärfen, auch wenn sie ein Freiläufer ist. Wenn sie dazu keinen Kratzbaum bekommt, dann wird sie sich eben Ihr Bett, das Sofa oder ein anderes Möbelstück vornehmen. Das ist ganz natürlich. Um ihr Mobiliar zu retten und der Katze ihre Aktivität zu ermöglichen, sollten Sie daher unbedingt einen Kratzbaum in die Wohnung stellen. Knauserigkeit lohnt sich an dieser Stelle wirklich nicht.

Kratz- und Kletterbaum für Katzen. Quelle: Wikimedia
Aber was für ein Kratzbaum soll es sein? Da kommt es natürlich zunächst darauf an, wie viele Katzen Sie im Haushalt haben. Für ein ganzes Rudel wäre ein kleiner ungeeignet. Da alle Katzen gern an höher gelegenen Positionen liegen, um ihre Umgebung zu beobachten, gäbe es nur ein ständiges Zanken um die besonders begehrten oberen Plätze. Also muss dort oben genug Raum für alle Stubentiger sein. Gibt es hingegen junge oder ältere Katzen, sollten die guten Liegeflächen leicht erreichbar sein.

Ein Baukastensystem kann sinnvoll sein, wenn Veränderungen im Haushalt zu erwarten sind, denn es kann bei Bedarf erweitert werden. Zudem bieten solche Systeme die Möglichkeit, einzelne Säulen auszuwechseln, wenn sie kaputt gekratzt worden sind. Ist ein Katzenbaum einfach und leicht in Teile zu zerlegen, erleichtert das aber zum Beispiel auch den Umzug in eine andere Wohnung oder eine Renovierung. Hier unter den Kleinanzeigen für Kratzbäume einige Vorschläge.

Die Wichtigste Eigenschaft aber ist die Standfestigkeit, damit es nicht zu Unfällen kommt. Selbst wenn die Katze dem hohen Verletzungsrisiko entgeht, das mit dem Umfallen verbunden ist, wird sie den Kratzbaum danach tunlichst meiden, er wird also sinnlos. Wenn sie der Gewichtskraft nicht trauen, fixieren sie ihn an Boden, Wand oder Decke.


Dienstag, 24. Juli 2012

Bloß keine Langeweile - Spiele und Spielregeln für die Katze

Katzen kämpfen spielerisch - Quelle: Catplay
Wenn Katzen etwas nicht mögen, dann ist es Langeweile. In der Natur ist ein Tier ständig gefordert, und auch wenn die Katze keine Möglichkeit zum Mäusefangen hat, dann muss sie ihre Lust an der Jagd anderweitig befriedigen. Sie will sich an eine Beute heran schleichen, sie belauern, packen und greifen. Übungen helfen, der perfekte Mäusejäger zu werden.

Daher braucht der Stubentiger kleine Verstecke und Möglichkeiten zum Klettern in der Wohnung, aber auch Katzen-Spielzeug, das ihn oder sie fordert, weil es kullert oder unerwartete Bewegungen macht. Dass dahinter womöglich der Mensch steckt, der es auf der anderen Seite steuert, stört da überhaupt nicht. Gerade bei jungen Katzen genügt eine einfach geradlinige Bewegung, um den Jagdinstinkt zu wecken. Schon muss sie hinterher. Auch kleinere Raufspiele können für Begeisterung sorgen, bei denen der Mensch das Tier sanft umwirft und sich so wie eine andere Katze verhält.

Doch ebenso wichtig wie Spaß und Freude sind die Regeln. Denn sie strukturieren das Leben der Katze. Wenn sie alles darf, ist das gar nicht wirklich nach ihrem Geschmack. So ist zum Beispiel der Esstisch oder das Bett tabu. Solche verbotenen Zonen ersetzen der Katze die Reviergrenzen.

Natürlich übertritt sie das Verbot von Zeit zu Zeit. Dann springt sie etwa auf das verbotene Bett und schaut Sie herausfordernd an. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, aber zeigen Sie ihr auch eine Reaktion. Wenn sie verjagt wird, ist ihr das lieber als sich zu langweilen. Der Tabubruch gehört zum Katzenleben dazu.

Montag, 23. Juli 2012

Willkommen im neuen Zuhause, kleine Katze!



Gerade haben Sie sie die neue Katze nach Hause gebracht. Und nun tapst das kleine  Wesen zum ersten Mal durch diese fremde Wohnung, die einmal sein Reich sein wird.

Kommt sie recht schnell und forsch aus ihrem Transportbehältnis heraus, um sich umzuschauen, können Sie ihr auch bald weitere Räume zeigen. Ansonsten müssen Sie ein wenig länger warten. Lassen Sie ihr die Zeit, die sie braucht. Wenn sie sich als ängstlich erweist oder aus Verunsicherung sogar aggressiv wird, braucht sie einfach noch eine Weile. Sie sollten Sie auf keinen Fall bedrängen.

Erst wenn das Tier zu einer Person Vertrauen gefasst hat, dürfen andere Menschen den Raum betreten sonst ist es schnell überfordert. Zwar mag Ihnen das nicht leicht zu vermitteln sein, aber gerade die Kinder müssen zunächst Distanz zur Katze wahren bis sie sich sicherer fühlt. Wenn sie schließlich in den Raum kommen, müssen Sie sich auf jeden Fall ruhig verhalten. Sie können dann zum Beispiel behutsam ein wenig mit der Katzenangel spielen, um der Katze näher zu kommen.

Wenn schon andere Katzen im Haushalt leben, sollte so oder so der direkte Kontakt mit ihnen zuerst vermieden werden, bis vollkommen geklärt ist, dass die Neue gesund ist und keine ansteckenden Krankheiten mitbringt. Ist sie eine Weile in „Quarantäne“, nimmt sie auch den Geruch der Wohnung an und wird von den anderen später schneller akzeptiert.

Sonntag, 22. Juli 2012

Wenn die Katze dick wird - Übergewicht bei wenig Bewegung


Hilfe, die Katze ist zu fett.   Foto: Hallaya22 Wikimedia

Übergewicht ist heute ein schwer wiegendes Problem für Katzen und mittlerweile die am häufigsten verbreitete ernährungsbedingte Krankheit. Viele Katzen werden um ihr fünftes Lebensjahr herum zum Dickerchen. Eine Studie fand heraus, dass etwa ein Drittel der Katzenbesitzer das Übergewicht nicht einmal bemerkt.

Zunehmend fallen dem übergewichtigen Tier die Bewegungen immer schwerer und es wird ständig schläfrig und träge. Der Tierarzt kann feststellen, ob der Fettleibigkeit eine medizinische Ursache zugrunde liegt. Das ist allerdings nur in wenigen Fällen so. Für viele Menschen ist die Katze mehr als ein Haustier oder ein kleiner Begleiter im Leben. Wenn sie zum Ersatz für zwischenmenschliche Kontakte und Wärme herhalten muss, passiert es häufig, dass nachteilige Verhaltensweisen unterstützt werden. Weil Futter im Austausch zwischen Mensch und Katze eine große Rolle spielt, kommt hier leider oft unvernünftiges Verhalten zum Tragen, wie eben das Überfüttern der Katze.

Die Fettleibigkeit ist sehr schädlich für den Organismus, denn Herz-Kreislauf-System und Leber, Gelenke und Stoffwechsel werden stark belastet. Das Risiko von Diabetes mellitus steigt ebenfalls enorm. Wenn Sie vorhaben, Ihre Katze abspecken zu lassen, sollten Sie das genau mit dem Haustierarzt durchsprechen.

Wie beim Menschen bringt die bloße Reduktion der Nahrung nichts. Radikale Maßnahmen wie ein Hungertag oder „Friss die Hälfte“ sollten unter allen Umständen gemieden werden. Sie können zu einer Unterversorgung mit wichtigen Nahrungsbestandteilen führen und den Stoffwechsel aus der Balance bringen.

Berechnen Sie stattdessen die benötigte Energiemenge mit Hilfe des Tierarztes. Ein Futterautomat kann helfen, die Menge der Nahrung genau zu regulieren, wenn am Tage niemand zu Hause ist. Auf die Ausgewogenheit der Nahrung und eine Steigerung des Eiweißgehaltes muss geachtet werden. Bewegung ist natürlich ebenso wichtig. Spielen Sie viel mit der Katze, ohne sie zu sehr zu treiben. Sie sollte den Spaß an der Aktivität wiederentdecken. Überlegen Sie, ob Sie Ihre Katze nachts freilaufen lassen können.

Ist Ihre Katze auch übergewichtig? Welche Tipps können gegen Übergewicht bei Katzen helfen? 

Samstag, 21. Juli 2012

Freilaufende Katzen – Leben mit dem Risiko der Straße

Katzen streifen einfach furchtbar gern in der Gegend herum und erkunden die Nachbarschaft. Wenn das mit gewisser Sicherheit möglich ist, gewähren wir Menschen ihnen diese Freude auch gern. Allerdings bleibt dabei auch immer eine gewisse Verunsicherung. Geht es der Mieze gut? Was muss beachtet werden, damit ihre Ausflüge nicht zu gefährlich werden?

Katze auf der Straße - Foto: Hisashi Wikimedia
Es sollten generell nur kastrierte Katzen frei draußen unterwegs sein. Wenn die Mieze plötzlich trächtig zurückkommt, kann der Spaß schnell vorbei sein. Natürlich trägt auch der Halter eines Katers Verantwortung. Denn wenn viele Besitzer gedankenlos handeln, werden unnötig Tiere in schlechte Verhältnisse geboren oder landen in Tierheimen. Außerdem bringt ihr Sexualtrieb die Katzen selbst nicht selten in lebensbedrohliche Situationen, weil sie zum Beispiel an Straßen weniger aufpassen. Achten Sie darauf, dass Ihre Katze tätowiert ist, damit das Tier Ihnen bei Verlust wieder zurückgebracht werden kann - Tipps zur Kennzeichnung hier.

Umfangreicher Impfschutz ist für Freigänger absolute Pflicht. Dasselbe gilt für effektiven Parasitenschutz und regelmäßiges Entwurmen. Wenn sie ein Halsband mit Telefonnummer trägt, ist sie gleich von streunenden Tieren zu unterscheiden. Im Notfall haben Sie außerdem nur so eine Chance, informiert zu werden und eventuell noch helfen zu können.

Freilaufende Katzen müssen besonders hochwertiges Futter bekommen, denn sie verbrauchen viel mehr Energie. Oft sind sie schlanker gebaut als Stubenhocker, haben aber dasselbe Gewicht, weil sie deutlich mehr Muskelmasse aufweisen.

Beachten Sie grundsätzlich, dass freilaufende Katzen im Durchschnitt eine niedrigere Lebenserwartung haben als Wohnungskatzen. Überlegen Sie also gut, ob Sie sie den Risiken von Straßenverkehr, Parasiten und Kämpfen mit anderen Katzen aussetzen wollen und wenn ja, wie sie ihre Streifzüge sicherer machen können.

Sollten Katzen streng im Haus gehalten werden oder dürfen Sie frei laufen? Was meinen Sie?

Freitag, 20. Juli 2012

Warum sich die Katze so gern putzt - Katzenwäsche


Katze säubert ihre Krallen. Foto: Tanakawho

Im Gegensatz zu dem, was der Ausdruck „Katzenwäsche“ vermuten lässt, verbringen die meisten Katzen sehr viel Zeit mit ihrer Körperpflege. Das sind tatsächlich über drei Stunden täglich, sie beschäftigen sich etwa 30 Prozent ihrer wachen Lebenszeit damit. Lose Haare und Parasiten werden mit den kleinen Haken auf ihrer Zunge entfernt. Durch das Zupfen wird die Durchblutung der Haut angeregt, die Talgdrüsen produzieren mehr Fett, so wird das Fell wasserdicht gemacht.

Vor allem in der Sommerhitze nützt das Putzen auch der Regulierung der Körpertemperatur. Die wenigen Schweißdrüsen der Katze an Kinn und Ballen helfen da nicht mehr weiter. Deshalb verteilt die Katze Speichel auf ihrem Fell, der beim Verdunsten Kälte produziert. Auch Vitamin D, das bei Sonneneinstrahlung auf der Haut hergestellt wird, kann die Katze durch Lecken aufnehmen. Natürlich muss sie die abgegebene Flüssigkeit wieder aufnehmen, deshalb muss sie in den warmen Monaten viel mehr trinken und es ist besonders wichtig, für ausreichend Wasser zu sorgen.

Der Instinkt zum Putzen ist bereits kleinen Katzenbabys angeboren, aber so richtig lernen sie es erst unter den strengen Augen der Mutter. Mit etwa sechs Wochen sind sie selbst in der Lage sich sauber zu halten. Es kommt aber vor, dass ältere oder etwas übergewichtige Katzen Probleme bei der Reinigung haben. Dann muss der Mensch mit Kamm und Bürste nachhelfen. Langhaarkatzen bedürfen ohnehin der regelmäßigen Fellpflege. Freilaufende Katzen müssen regelmäßig nach Parasiten wie Zecken und Flöhe abgesucht werden. Mehr Tipps zur Pflege hier.

Wie pflegen Sie Ihre Katze? Oder genügt Ihnen der regelmäßige Besuch beim Tierarzt?

Donnerstag, 19. Juli 2012

Wie baue ich eine Bindung zu meiner Katze auf? - Tipps und Tricks


Katzen in der Malerei
Katzen sind sehr anspruchsvoll was das Verhalten der Menschen angeht mit denen sie Umgang pflegen möchten. Daher sollten Sie sich eine gewisse Etikette halten wenn Sie wollen, dass das Tier eine Bindung zu Ihnen aufbauen kann. Wichtig ist es, immer ruhig und freundlich mit der Katze zu sprechen, da sie viel mehr auf die Harmonie der Stimme achtet als wir Menschen. Seien Sie gelassen und bedächtig, dann wird sie Sie als angenehmen Zeitgenossen empfinden.

Katzen starren sich nur in Konfliktsituationen direkt und regungslos gegenseitig in die Augen. Vermeiden Sie daher unbedingt diesen offensiven Blick. Zwinkern Sie lieber um Ihre Friedlichkeit auszudrücken. Das tun Katzen untereinander ebenso. Aus der Katzenperspektive wirken wir Menschen riesig und einschüchternd. Das lässt sich etwas abmildern, wenn man in die Hocke geht oder sich hinkniet, um mit den Stubentigern zu spielen.

Wenn Sie merken, dass Sie der Katze noch nicht ganz geheuer sind, drängen Sie sich ihr nicht auf. Sie wird selbst zu Ihnen kommen, wenn sie soweit ist. Auf keinen Fall darf sie grob gegriffen oder hochgehoben werden. Auch laute Geräusche wie die des Staubsaugers sollten vermieden werden.

Nach einer Weile wird die Katze Ihnen Körperkontakt gestatten. Dann sollten Sie sie sanft an der Seite des Köpfchens streicheln. Ein leises Schnurren wird Ihnen das Wohlgefallen des kleinen Wesens anzeigen.


Mittwoch, 18. Juli 2012

Fellpflege bei Kurzhaarkatzen - Regelmäßig kämmen


Britisch Kurzhaar-Katze - Foto: Kathrin Jung

Obwohl Katzen mit kurzem Fell in der Regel selbst für ihre Fellpflege sorgen können, reicht das nicht immer aus. Manchmal muss der Mensch ein wenig nachhelfen, vor allem, wenn die Mieze im Saisonwechsel eine dicke Unterwolle gewonnen hat. Die Flohkämme mit sehr engen Zähnen sind für Katzen mit viel Unterwolle generell nicht besonders günstig. Sie werden schnell merken, dass viel zu viel Fell im Kamm hängen bleibt. Dabei handelt es sich um lebendige Haare, die eigentlich nicht ausgerupft werden sollten.

Weist das Tier ein dickes und plüschiges Fell auf, wie zum Beispiel Britisch Kurzhaar oder manche Hauskatzen, dann ist ein Kamm mit mittellangen Zähnen und abgerundeten Spitzen viel geeigneter. Eine Bürste kann zur Massage genutzt werden. Während des Fellwechsels kann überdies zu einer weichen Drahtbürste aus dem Fachhandel gegriffen werden.

Rassen mit kurzem und anliegendem Fell, wie beispielsweise Russisch Blau, Abessinier, Siamesen oder Burmakatzen, sollten hingegen mit einem Kamm mit engen und kurzen Zinken gepflegt werden, dessen Spitzen ebenfalls abgerundet sind. Handschuh oder Bürste mit Gumminoppen sind auch zu empfehlen. Rehleder hilft beim Entfernen von Staub oder abgestorbenen Haaren.

Ist das Fell hingegen weich und lockig wie bei Rexkatzen, dann sollte der Kamm kurze und enge Zinken haben. Eine Bürste kann zudem sehr hilfreich sein. Wichtig ist bei allen Katzen, niemals gegen den Strich zu bürsten, weil die Haare so beschädigt werden. Lose Resthaare lassen sich nach dem Bürsten durch sanftes Streicheln mit feuchten Händen entfernen.

Dienstag, 17. Juli 2012

Ernährung: Vitamine für die Katz


Der Vitaminbedarf von Mensch und Katze ist sehr unterschiedlich. Im Gegensatz zum Menschen kann die Katze etwa Vitamin C selbst in ihrer Leber produzieren, braucht aber beispielsweise das Vitamin A, das wir durch Umwandlung des Provitamins A aus Spinat oder Karotten gewinnen können.

Brauchen Katzen Vitamine? Foto: DeKattenmand
Vitamine sind entscheidend für die Steuerung zentraler Körperfunktionen. Dabei kommt es auf die Dosis an. Denn sowohl zu viel als auch zu wenig ist meist schädlich. Das handelsübliche Futter ist genau auf die Bedürfnisse der Katze zugeschnitten, daher muss in der Regel keine zusätzliche Beigabe von Vitaminen erfolgen.

Auch bei Katzen ist Vitamin A verantwortlich für Haut, Schleimhäute und Augen. Es ist fettlöslich und kann daher nicht einfach über den Urin ausgeschieden werden, sondern wird gespeichert in Niere und Leber. Bei einer Überdosierung kann es zur Vergiftung kommen. Rinderleber zum Beispiel enthält sehr viel Vitamin A – die Katze sollte nicht zu viel davon bekommen. Unterversorgung allerdings führt zu Hautproblemen, Fruchtbarkeits- oder Sehstörungen. Es kommt auf die genaue Dosierung an.

Vitamin D sorgt für gesunde Knochen und Zähne. Es ist im Futter vorhanden, kann außerdem von der Katze mit Hilfe von Sonnenlicht selbst hergestellt werden. (Zugang zu Fenster, Balkon oder Garten ist also auch hier von Vorteil.) Überdosierung allerdings ist gefährlich, sie führt zu Verkalkungen in Gefäßwänden und Nieren. Leber und Fisch enthalten viel Vitamin D. Die wasserlöslichen Vitamine C, H und die des B-Komplexes können nicht überdosiert werden. Allerdings legt der Körper von Ihnen auch kein Depot an.

Tipp: Achten Sie auf qualitativ hochwertiges Katzenfutter und darauf, möglichst wenig ungesättigte Fettsäuren zu verfüttern. Zusätzliches Verabreichen von Vitaminpräparaten ist in der Regel bei gesunden Katzen nicht notwendig und sollte, wenn überhaupt, mit dem Tierarzt abgesprochen werden.


Montag, 16. Juli 2012

Wie gewöhnt man eine Jungkatze richtig ein?



Nachdem Sie ein neues Kätzchen in Ihren Haushalt gebracht haben und ihr alle Mitglieder der Familie, sowohl zwei- als auch vierbeinige, vorgestellt haben, wird sie sich nach und nach an die neuen Räumlichkeiten sowie Mitbewohner, Gerüche und Geräusche gewöhnen. Einfühlendes und überlegtes Verhalten des Katzenhalters kann ihr diese Zeit erheblich erleichtern.

Auch Kinder und Katzen können gute Freunde werden

Verbringen Sie anfangs viel Zeit mit der Katze, aber bedrängen Sie sie nicht. Die Balance zwischen Nähe und Zurückhaltung zu finden, kann eine kleine Herausforderung sein, aber das ist ganz normal beim Kennen lernen. Lassen Sie sich auf die Situation ein und lernen Sie ebenso wie das Tierchen jeden Tag etwas dazu.

Anfangs sollten Sie sich im selben Raum aufhalten, aber der Katze gar nicht zu viel Beachtung schenken. Lesen Sie ein Buch, arbeiten Sie am Schreibtisch, beschäftigen Sie sich auf ruhige und unaufgeregte Weise mit sich selbst. So wird die natürliche Neugier der Katze erst richtig geweckt und sie wird von sich aus schauen, was für ein seltsames Wesen sich da in ihrer Nähe die Zeit vertreibt. Dann kommt sie und möchte Sie ein wenig beschnuppern.

Wenn Sie ihren kleinen Kopf an Ihrem Bein reibt, dann sind Sie beide schon einen guten Schritt vorwärts gekommen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis sie zum ersten Mal morgens aufwachen und feststellen, dass der Stubentiger sich des Nachts zu Ihnen ins Bett geschlichen hat, um sich sie zu kuscheln.

Freitag, 13. Juli 2012

Im neuen Heim - Die Katze macht ihre ersten Schritte



 
Die ganze Familie freut sich bereits seit Wochen auf den süßen Stubentiger. Alles ist vorbereitet, Futter und Katzentoilette aufgestellt. Was ist zu beachten, wenn die neue Katze zum ersten Mal ihr neues Heim betritt?

Nicht jede Katze erforscht ihr neues Zuhause sofort ohne Scheu Author:Petra15 (c) Wikimedia commons

Es sollte für den kleinen Neuzugang ein Raum vorbereitet werden, der ruhig und gemütlich ist, aber keine Orte zum Verstecken bietet. Denn Sie wollen ja nicht plötzlich in die Verlegenheit kommen, ein fauchendes und kratzendes Energiebündel unter dem Schrank oder aus einer schmalen Ritze bekommen zu müssen, wo womöglich sogar gefährlich für es ist.

Der Kratzbaum muss dort aufgestellt sein, eine Futterstelle eingerichtet, der Wassernapf ein wenig entfernt davon und Spielzeug ebenso wie die Katzentoilette. Bei Futter und Katzenstreu sollte dieselbe Marke verwendet werden, die das Kätzchen vom Vorbesitzer beziehungsweise Züchter kennt. Das erleichtert die Eingewöhnung.

In diesen Raum bringt man nun die Katze in ihrem Transportbehälter, öffnet das Türchen und wartet ab. Kleine Kinder, andere Katzen und Hunde sollten nun erst einmal nicht im Raum sein, um die Neue nicht zu verschrecken. Je nach Charakter kommt die Katze forsch heraus oder schaut nur ängstlich ohne sich zu rühren. Ziehen Sie das Tier nicht aus seinem Behälter, lassen Sie ihm Zeit. Sollte sich eine Stunde oder länger nichts rühren, können Sie sie mit einem Spielzeug oder saftigem Futter versuchen zu locken. Wenn es nicht klappt, verlassen Sie für eine Weile selbst den Raum. Irgendwann fasst sie ihren Mut zusammen und kommt heraus.

Wichtig ist, dass die Katze trinkt. Auf das Fressen hat sie wegen ihrer Aufregung womöglich keine Lust, das ist nicht schlimm. Aber wenn sie 24 Stunden nichts trinkt, sollte sie zum Tierarzt.


Dienstag, 10. Juli 2012

Die Katze in der Bibliotheksklappe

Die Biografie begann eher tragisch, aber das ist ja bei vielen Stars so. In einer kalten Januarnacht 1988 wurde der kleine Kater von etwa acht Jahren von einer unbekannten Person in der Buchrückgabebox der Stadtbibliothek des verschlafenen Nestes Spencer im US-Bundesstaat Iowa zurückgelassen. Doch er wurde nicht nur gefunden und konnte gerettet werden, sondern erlangte auch noch ziemliche Berühmtheit.

Nachdem die Lokalzeitung „Spencer Daily Reporter“ von dem Fall berichtet hatte, wurde die Bevölkerung der kleinen Stadt auf das Tier aufmerksam. Die Bücherei entschloss sich nach einiger Überlegung, die Katze als Bibliothekskater zu behalten. Alsbald veranstaltete dann die Zeitung einen Wettbewerb, um einen geeigneten Namen für den vierbeinigen Bürger zu finden. Der Vorschlag „Dewey“ setzte sich durch, in Anspielung auf das Dewey-Klassifikationssystem für Bibliotheksbücher. Hinzu kamen dann noch der Zweitname „Readmore“ (nach einer Comicfigur) und „Books“.

Letztlich hieß das Tier also „Dewey Readmore Books“ und hatte durch all die Publicity eine Bekanntheit erreicht, die dafür sorgte, dass auch überregionale Zeitschriften und TV-Sendungen über ihn berichteten. Sogar ein japanisches Fernsehteam besuchte den mittlerweile prominenten Dewey Readmore Books in seiner Bibliothek. Dort verbrachte der Kater beinahe sein ganzes Leben, das anfangs an einem so seidenen Faden gehangen hatte. Er wurde stolze 19 Jahre alt.


Autor: raider of gin Fotoquelle: Wikipedia

Sonntag, 8. Juli 2012

Die Katzenhaarallergie

Millionen von Katzen werden in Deutschland gehalten. Sie dienen als Begleiter, Freunde und manchmal sogar als Therapeuten. Besonders ärgerlich ist da eine Allergie. Ungefähr jeder zwanzigste Deutsche ist allergisch gegen Katzenhaare. Das heißt, genauer gesagt wird die allergische Reaktion nicht von den Haaren selbst, sondern von den auf ihr befindlichen Speichel-, Urin und Talgrückständen ausgelöst. Durch Luftbewegungen werden sie mit den Haaren durch das Wohnumfeld des Tieres beweg.
 
Die Katzenhaarallergie ist leicht zu erkennen. Ihre Symptome treten unmittelbar auf, beziehungsweise innerhalb von zehn Minuten nach dem ersten Kontakt. Ein allergischer Schnupfen macht sich bemerkbar, Niesen, möglicherweise Hautausschlag, gerötete Augen und Jucken. Das sollte Ernst genommen werden, denn grundsätzlich besteht bei längerer Auswirkung die Gefahr von allergischem Asthma.
© Gerry Danilatos | Wikimedia Commons


Natürlich raten Ärzte normalerweise, den Kontakt zum Allergen so weit wie möglich einzuschränken. Das heißt, es sollten keine Katzen gehalten werden und der Allergiker sollte sich auch ansonsten von ihnen fernhalten. Doch das ist gar nicht so einfach. Schließlich verbreiten sich Katzenallergene so leicht und massenhaft, dass sie im Grunde überall auftauchen, auch an Orten, an denen es gar keine Katzen gibt. Es wurden sogar im Eis, tief im Innern Grönlands schon Katzenallergene nachgewiesen…


Eine spezifische Immuntherapie (SIT) kann helfen. Dabei wird der Körper langsam an immer größere Mengen des Stoffes gewöhnt, der die Überempfindlichkeit auslöst. Genaue Informationen dazu gibt der Allergologe.

Montag, 2. Juli 2012

Katzen über Kleinanzeigen finden und kaufen

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