Donnerstag, 14. Juni 2012

Wie die Katze zum Menschen kam

Im alten Ägypten, zur Zeit der mächtigen Pharaonen Tutenchamun und Ramses (etwa 1300 Jahre vor Christus’ Geburt), wurde die Katze sehr verehrt. Mit der Göttin Bastet, Tochter des Sonnengottes Re, verkörperte sie die Göttin der Fruchtbarkeit. Eine Katze zu töten galt als schweres Verbrechen und wurde mit dem Tode bestraft. Darüber hinaus wurde der Export der heiligen Tiere streng untersagt.
© Guillaume Blanchard| Wikimedia Commons

Das weckte das Interesse anderer Völker umso mehr. Die Phönizier taten sich schnell im Katzenschmuggel hervor. So gelangte die Katze nach Gallien, Italien und sogar auf die britischen Inseln.
Bis heute konnte zwar nicht geklärt werden, wann genau die ersten Katzen zu Hauskatzen wurden. Da Katzen jedoch vom Nomadenleben wenig begeistert gewesen sein dürften, weil sie sichere Unterkünfte seit jeher bevorzugen, geht man davon aus, dass die Domestizierung begann, als der Mensch sich Ackerbau und Viehzucht zuwandte. Die Wissenschaft geht dabei interessanterweise davon aus, dass nicht der Mensch das Tier zähmte, sondern die Katze vielmehr ihn erwählte und sich freiwillig anschloss.
Vermutlich passierte das im antiken Ägypten, wo die gewaltigen Kornkammern den Ratten und Mäusen Nahrung boten. Ihre natürlichen Jäger folgten ihnen alsbald nach. Zuerst dürfte der Mensch sie lediglich als Schädlingsvernichter geduldet haben, doch schon bald entdeckte er seine Liebe und Verehrung für das anmutige Wesen.

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