Mittwoch, 13. Juni 2012

Unfallrisiko am Fenster

© Hermann Luyken | Wikimedia Commons
Dass Katzen gern einen Platz in der vordersten Reihe einnehmen, ist allseits bekannt. Daher lieben sie Freisitze wie Balkonbrüstung und Fenstersims, vor allem im Sommer. Leider neigen gerade ungeübte Stubentiger dazu, sich selbst und ihre Kletterkünste zu überschätzen. Da reicht oft schon ein plötzliches Geräusch, ein Schreck oder ein Vogel aus, um sie aus der Balance und damit in die Tiefe zu werfen.

Natürlich versucht die Katze sofort, sich im freien Fall zu drehen, um auf ihren Pfoten zu landen. So schützt sie ihren Kopf und Rumpf. Das gelingt nicht immer. Ist die Zeit zu kurz, so gelingt ihr die Drehung nicht. Dadurch kann auch ein Fall aus geringer Höhe gefährlich werden. Ist die Fallhöhe jedoch zu groß, wird sie die Wucht auch auf diese Weise gar nicht mehr abfangen können. Resultate können dann Prellungen, Brüche von Rippen, Beinen oder Zehen, sogar Schädelverletzungen oder innere Verletzungen im Brustraum sein. Dann muss sofort für Hilfe vom Tierarzt gesorgt werden, auch wenn die Katze keine Schmerzen zu haben scheint. Durch einen Schock könnte ihre Wahrnehmung getrübt sein.


Mit einem gespannten Netz lässt sich ein Balkon oder Fenster katzensicher machen. Kippfenster stellen ein besonders hohes Risiko dar, denn die Katze kann sich einklemmen und ihre Situation durch Befreiungsversuche danach noch verschlimmern. Quetschungen der Weichteile und Verletzungen des Rückenmarks können so entstehen. Für Kippfenster gibt es spezielle Gitter- oder Netzeinsätze im Handel.

Für den Notfall sollte immer ein Transportbehältnis bereitstehen, das einen so großen Zugang bietet, dass auch eine verletzte Katze gut hinein und heraus gehoben werden kann. Am praktischsten ist eine Öffnung nach oben. Damit kann sie schnell und schmerzarm zum Tierarzt verbracht werden.

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