Sonntag, 13. Mai 2012

Kommunikationskanäle der Katze

Um sich mit ihren Artgenossen auszutauschen, nutzt die Katze wesentlich mehr Kanäle als der in dieser Hinsicht recht einfach gestrickte Mensch. Wie bei anderen nachtaktiven Tieren auch, kommt den unterschiedlichen nicht sichtbaren „Sprachen“ eine besondere Bedeutung zu. Eine dieser Kommunikationsformen ist die über chemische Substanzen. Dabei kommen zum einen die natürlichen Produkte des Stoffwechsels zum Einsatz wie Urin, Kot oder Schweiß, zum anderen auch Pheromone, die sie in speziellen Drüsen ausbildet.

(c) Wikimedia Commons, Autor Sarah.
Wenn eine Katze beispielsweise freundlich ihr Köpfchen an Ihnen reibt, dann gibt sie damit zu verstehen, dass Sie zu ihr gehören, Teil der Familie und des Reviers sind. Die „markiert“ Sie mit ihrem Duft. Am Kopf befinden sich verschiedene Pheromondrüsen, zum Beispiel an den Schläfen, an der Unterlippe und unter dem Kinn. Weitere sind entlang des Rückens verteilt, an den Fußballen, am Analbeutel und am Schwanz.

Am Duft eines anderen Tieres wird augenblicklich das Geschlecht festgestellt, an den so genannten Markierungen merkt die Katze, ob eine Paarungsbereitschaft vorliegt und sogar, wann in etwa die Marke gesetzt wurde.

Diese Informationen sammelt die Katze durch Chemorezeptoren an der Zunge, in der Nase und am Jacobschen Organ. Dazu schnuppert sie daran oder flehmt, also zieht die Oberlippe nach oben um Witterung aufzunehmen.

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