Donnerstag, 3. Mai 2012

Eine zweite Katze richtig Willkommen heißen

Bekanntermaßen verfügen Katzen über ein besonders ausgeprägtes Revierverhalten, dennoch sind sie keineswegs grundsätzlich völlige Einzelgänger, wie allzu oft angenommen wird. Die meisten Katzen sehnen sich sogar nach einer tierischen Freundschaft, die der Mensch nicht ersetzen kann. Gerade in einem Haushalt, in dem die zweibeinigen Bewohner vollzeitig berufstätig sind, kann es da schnell zu Einsamkeit kommen.

Geglückte Zusammenführung von zwei Perserkatzen.
Bildquelle: markt.de.
Sollte Ihre Katze schon an das Leben ohne Artgenossen gewöhnt oder der Spielgefährte gerade gestorben sein, kann es natürlich zunächst Probleme geben, wenn eine „Neue“ auftaucht. Leider gibt es kein Patentrezept zum richtigen Zusammenführen von Katzen, aber einige Ratschläge können doch beachtet werden.

Vorbereitungen

Zunächst einmal sollte für jedes Tier ein eigenes Zubehör und eine Katzentoilette angeschafft werden, um Revierstreitigkeiten zu vermeiden. Genug Spielsachen müssen für beide vorhanden sein, dasselbe gilt für Ruheplätze und Verstecke. Oft lassen sich Spannungen reduzieren, wenn man vor dem Einzug kleine Veränderungen im alten Revier vornimmt, etwa ein oder zwei Möbel etwas verstellt. Im Idealfall sollten Sie für die Eingewöhnung einige Tage Urlaub organisieren, zumindest aber das ganze Wochenende.

Zusammenführung

Dann bringen Sie die „Neue“ am besten zuerst allein in einen separaten Raum, in dem sie Katzentoilette, Futter, Wasser und Spielzeug vorfindet. Geben Sie ihr ein wenig Zeit sich einzugewöhnen. In dieser Zeit sollte sie nicht übermäßig gestreichelt oder gar belästigt werden, denn sie muss allein durch die neue Situation sehr viele Eindrücke verarbeiten. Dann können Sie die beiden behutsam einander vorstellen, wobei immer genug Raum für beide bleiben sollte. Achten Sie genau auf die Reaktionen. Gibt es etwa drohende Gesten, die über leichtes Knurren und Fauchen hinausgehen, dann versuchen sie es besser später noch einmal. Kleine Reibereien sind am Anfang nicht selten. Tauschen Sie zunächst ein paar Gegenstände wie Schlafdecken aus, damit sich jede an den Geruch der anderen gewöhnen kann. Es kann Tage oder Wochen dauern, bis sich diese sensiblen Tiere aufeinander einlassen und Freunde werden, manchmal Monate. Lassen Sie ihnen die Zeit und den Raum, den sie dafür benötigen

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