Freitag, 11. Mai 2012

Die Katze kommt auf die Welt

Wenn kleine Kätzchen nach nur etwa 65 Tagen Tragzeit geboren werden, sind sie blind und taub. Zunächst sind sie vollkommen auf Schutz und Fürsorge angewiesen. Die Neugeborenen wiegen in der Regel zirka 80 bis 120 Gramm und sind in etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter groß. Kleinere und schwächere Tiere haben meist schlechtere Überlebenschancen, aber es gibt immer wieder Ausnahmen.

Junges Kätzchen. (c) Wikimedia Commons,
Autor Nicolas Suzor.
Gleich nach der Geburt beginnt die Katzenmutter damit, die Fruchthülle aufzulecken, was die Durchblutung der Jungen anregt. In den meisten Fällen verzehrt das Muttertier umgehend die Plazenta und nabelt die Kleinen damit ab. Auf diese Weise nimmt sie auch wertvolle Nährstoffe wieder auf. In der Natur schützt sie so auch das Nest, weil der Geruch böswillige Räuber anziehen könnte. Nun suchen auch die Kleinen schleunigst nach den Zitzen der Mutter, um zu trinken.

Häufig trägt die Katzenmutter ihre Jungen in ein anderes Nest, eine weitere Vorsichtsmaßnahme aus früheren Zeiten, als sich die Katze in freier Wildbahn vor Jägern in Acht nehmen musste. Immer wieder kommt es vor, dass einzelne Neugeborene durch die Mutter von den anderen getrennt werden, weil sie sie für nicht überlebensfähig hält. Leider sind diese Tiere nur selten zu retten. Es könnte sich allerdings um eine Infektion handeln, vor der die anderen Kleinen geschützt werden sollen. In dem Fall kann ein Tierarzt Hilfe leisten.

Ihre ersten Erdentage verbringen die Kätzchen nun damit, gemütlich an ihre Mutter gekuschelt zu schlafen und zu trinken. Dabei sollten sie nicht gestört werden. Weitere Tipps und Empfehlungen erhalten Sie im Katzenratgeber bei markt.de.

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