Mittwoch, 9. Mai 2012

Das Sozialverhalten der Katzen untereinander

Auf die Jagd begibt sich die Katze grundsätzlich allein. Vorsichtig und ruhig tasten sich die kleinen Einzelkämpfer durch das Gelände, wenn sie der Beute nachstellen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Katzen generell Eigenbrötler sind, wie oft fälschlich angenommen wird. Denn in anderen Lebensbereichen schätzen sie die Gemeinschaft mit Artgenossen sehr und haben ein großes Bedürfnis nach Austausch. Vor allem wenn der Mensch, zum Beispiel wegen seiner Berufstätigkeit, nicht oft genug für die Katze da sein kann, sollte er besser zwei Tiere halten.

Unter Katzen gibt es in der Regel eine Rangordnung.
(c) Wikimedia Commons, Autor R.123.
In ihren ersten drei Lebensmonaten wird die Katze im Wesentlichen sozialisiert und lernt, welches Verhalten von ihr erwartet wird. Während der Mensch meist kaum mehr als ein fröhliches Herumtollen und Kuscheln in ihrem Benehmen erkennen möchte, lebt die Katze in einer hierarchisch geordneten Welt mit klaren Regeln. Ihr Zusammenleben wird durch die Rangordnung bestimmt, die sich vor allem durch Drohgebärden wie Fauchen oder den Katzenbuckel bis hin zu spielerischen Kampf herausbildet. Das darin unterlegene Tier erkennt die dominante Rolle seines Gegenübers an und fügt sich. Die Rangordnung bestimmt die Aufteilung der Schlafplätze ebenso wie die Reihenfolge beim Fressen und viele andere Details des Alltags. Sie ist zwar stabil, kann sich aber ändern, zum Beispiel wenn ein Weibchen zu Mutter wird. Schon früh lernen die Kleinen, sich gegen ihre Artgenossen zu behaupten und ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden.
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