Dienstag, 10. April 2012

Nackengriff bei Katzen


Der Nackengriff dient dem einfacheren Transport von kleinen Kätzchen und wird vornehmlich von der Katzenmutter durchgeführt. Während dieser Spezialgriff bei Katzen absolut mühelos aussieht, ist er gar nicht mal so einfach durchzuführen. In der Regel wird ein Mensch jedoch nur den Nackengriff einsetzen, um medizinische Prozeduren leichter durchführen zu können. Im Gegensatz zu Hunden sind unsere Samtpfoten bekanntlich etwas temperamentvoller beim Tierarzt und lassen sich ungerne von Fremden begutachten. Tierärzte wenden den Nackengriff beispielsweise beim Blutabnehmen an, da die Katze in eine temporäre Starre verfällt.
Katzenmutter transportiert Kätzchen mit Nackengriff
(c) Wikimedia Commons

Manche Katzenbesitzer machen beispielsweise auch vom Nackengriff Gebrauch, um ihr Tier in eine Transportbox zu bekommen. Da die Katze bei richtiger Durchführung den Schwanz zwischen die Beine klemmt und absolut regungslos in der Tragestarre verweilt, kann eine solche Vorgehensweise funktionieren. Allerdings neigen größere Katzen dazu, aus dem Griff herauszurutschen und können sich durch plötzliche Bewegungen und das vergleichsweise größere Eigengewicht (im Vergleich zu einer jüngeren Katze) schnell verletzen. Zudem kann bei erwachsenen Katzen die Interpretation eines solchen Griffs auch zu einem Vertrauensbruch führen, da die Katze die schmerzhafte Auseinandersetzung mit der Hand als Strafe betrachten könnte. Diese Assoziation ist natürlich eher ungewünscht.

Sollte eine Fixierung der Katze notwendig sein, kann das Tier stattdessen vorsichtig in deine Decke eingepackt werden, um beispielsweise den Weg zur Transportbox zu bewältigen. Dasselbe gilt für die Verabreichung von nicht ganz so wohlschmeckenden Medikamenten, welche auf diesem Wege schmerzfrei und ohne größeren Vertrauensbruch verabreicht werden können. Letztlich sind ausgewachsene Katzen auch mit gutem Recht verwirrt, wenn bei ihnen ein Babyreflex ausgelöst wird.

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