Montag, 5. März 2012

Und ewig maunzt das Katerchen - die richtige Ernährung für Katzen

Wer kennt es nicht? Die junge Katze hat sich an die regelmäßigen Fütterungszeiten gewöhnt und kann schon ziemlich gut abschätzen, wann es ungefähr eine neue Mahlzeit gibt. Pünktlich 10-45 Minuten vor der Fütterung werden ausgiebig angeschmust und die Mahlzeit mit niedlichen Blicken zum früheren Zeitpunkt erkauft.

Aufgrund der häufigen Aufforderungen der Tiere tendieren viele Halter dazu, eine Unmenge an Futter aufzustellen, sodass ständig Nachschub verfügbar ist. Diese Lösung ist zugegebener Weise bequem, leider führt sie jedoch zu Übergewicht und Langeweile bei den Katzen. Ein gesunder Bezug zum Futter kann mit zeitlich festgelegten Futtergaben erreicht werden, die das Körpergewicht der Tiere in der Dosierung miteinbeziehen. Durch feste Fütterungszeiten wird übrigens auch die Verdauung der Katze unterstützt.

Damit ein solcher Futterzyklus funktioniert, muss man jedoch stark sein. Die Nerven des Menschen werden zur Anfangszeit mit hundertprozentiger Garantie strapaziert werden, wenn die Hauskatze erst begriffen hat, dass die Futterbeschaffung mittels akustischer Nötigung gar nicht so schwer ist. Daher muss unbedingt von allen Familienmitgliedern eine Grundregel eingehalten werden: sich nicht auf Machtspielchen einzulassen. Denn wer die Katze auf Abruf füttert (obwohl sie bereits eine angemessene Portion erhielt), riskiert eine Umerziehung der Katze und wird folglich auch von der Katze erzogen.

Die Katze erkennt "aha, wenn ich ihr/ihm auf die Nerven gehe, gibt's was leckeres". Der Halter erkennt "wenn ich klein bei gebe, gibt's endlich Ruhe". Leider ist der Appetit von Katzen nicht so selbstregulierend wie man meinen könnte, schnell hat man also ein oder zwei Moppelchen herangezüchtet. Moppelchen mit ziemlich schlechten Tischmanieren.

Die Alternative ist zumindest in der Theorie ganz einfach. Sobald die Katze mit einem solchen Machtspiel beginnt, wird sie konsequent ignoriert. Und zwar von allen Familienmitgliedern und Gästen. Nur so verknüpft die Katze die schmackhafte Belohnung nicht mit quängeligem Verhalten. Stattdessen kann man in ruhigen Momenten, mit Zeitabstand zu den Problemphasen, ein besonders nettes Leckerli herbeizaubern. Hierzu eignen sich einzelne Brocken Trockenfutter, Malzpasten mit Fischöl oder auch getrocknete Geflügelfleischstreifen. Joghurt-Drops und ähnliche Süßigkeiten mit hohem Zuckergehalt, welche oft im Zoohandel und in Supermärkten vertrieben werden, eignen sich aufgrund der ungesunden Zusammensetzung nicht als Snack. Lesen Sie mehr im Ernährungsratgeber für Katzen.
kleine Katze

Bildquelle: wikimedia.org. Fotograf: Andrew Butko

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