Samstag, 10. März 2012

Streit unter Spielgefährten

Wer zwei oder mehr Katzen gemeinsam hält, schafft damit einige Vorteile für die Vierbeiner. Jede Katze genießt Gesellschaft zum Spielen, Schmusen und Raufen, gerade wenn sie sich voll austoben kann. Der Mensch ist mangels Fell und Krallen einfach nicht für das "gröbere" Spiel geeignet.
Was jedoch tun, wenn die eigenen Tiere untereinander ein wenig zu beherzt zubeißen? Zunächst sollte unterschieden werden, zwischen den klassischen "5 Minuten" einer Katze, oder aber dem Ausleben von authentischer Aggression. Oft findet sich die Ursache auch im Alltag und der Interaktion von Mensch und Tier, wenn ein Haustier übermäßig von dem oder den anderen attackiert wird.
Wenn beispielsweise eines der Tiere übermäßig oft verjagt oder lautstark kritisiert wird, weil es eine Dummheit beging, kann die vom Menschen geäußerte (verbale) Aggression sich in Angriffe auf ein anderes Tier übertragen. Hierarchische Strukturen spielen hier eine große Rolle, denn gerade in Gruppen von Katzen gibt es immer einen besonders wagemutigen Haudegen (ob männlich oder weiblich, das sei dahingestellt), der sich gerne mit jedem Gruppenmitglied anlegt. Ebenso findet sich meist das Gegenstück in einer Gruppe, also eine eher hilflose Katze, die oft das Ziel solcher Angriffe wird.
In der Regel kommt es zwar nicht zu Verletzungen, jedoch sollte ein solches "Omega-Tier" von den Haltern verteidigt werden. Anderenfalls kann die schwächere Katze durch das regelmäßige Mobbing psychische Probleme erfahren. Hier gilt es also die Ursachen der Spannungen wenn möglich ausfindig zu machen, damit wieder Harmonie einkehren kann. Da Katzen ein recht weitläufiges Revier haben, sollte gerade bei der Wohnungshaltung auf Rückzugsplätze und ausreichend Platz Rücksicht genommen werden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Ratgeber über das Verhalten Ihrer Katze.
Hauskatze in Abwehrhaltung 
(c) Wikimedia Commons. Fotograf: -ani-

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