Sonntag, 18. März 2012

Halsband oder kein Halsband?

Oftmals sieht man in Zeichentrickfilmen oder Werbespots eine Katze mitsamt Halsband, an welchem oft auch ein Glöckchen befestigt ist. Neben der reinen Dekoration hatte ein solches Glöckchen früher den Sinn, eine Katze im nobleren Umfeld vom Jagen abzuhalten. Durch das Bimmeln der Glocke wurde zum Beispiel ein Vogel rechtzeitig vorgewarnt und konnte davon flattern, bevor es zu einer ungewollten Auseinandersetzung kam.

Heutzutage ist diese Praktik eher selten verbreitet, da viele Katzenhalter auch die Unannehmlichkeiten für das eigene Tier erkennen. Die ausgeprägten Sinne der Katze werden durch das Glockenbimmeln beim Laufen irritiert.

Halsbänder haben neben dem Einsatz als Vogelfrühwarnsystem auch den Nutzen der Zeckenabwehr. Hierzu gibt es spezielle Halsbänder (natürlich ohne Glocke), die mit einem Schutzstoff behandelt wurden. Dabei gibt es wiederum zweierlei Varianten: Synthetische Abwehrstoffe und Knoblauchextrakt. Beide Versionen riechen nicht unbedingt angenehm, sind aber vergleichsweise effektiv gegen Zeckenbisse im Nacken- und Brustbereich. Da Zecken sich aufgrund der Körperwärme und gut erreichbaren Gefäße zumeist in diesem Areal tummeln, sind diese Halsbänder ein wertvoller Schutz für Katzen mit Ausgang.

Für Wohnungskatzen gibt es hingegen keinen pragmatischen Grund, ihnen ein Halsband anzulegen. Auch wenn es dekorativ aussehen kann, sind Katzen meist nicht begeistert von einem solchen Accessoire und folglich auch dankbar wenn es ihnen wieder abgenommen wird.

aufmerksame Katze (c) Wikimedia Commons

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