Dienstag, 28. Februar 2012

Was füttern - Biofutter oder konventionelle Tiernahrung?

Dieses Thema kommt früher oder später bei jedem Katzenhalter auf: Welches Futter eignet sich am besten für meine Katze? Die Auswahl im Zoofachhandel ist groß, die Preisunterschiede ebenso. Zudem locken Begriffe wie „beste Zutaten“, „Natur“, „Ausgewogenheit“ und jede Menge Bilder von glücklichen gesunden Katzen.

Was die meisten Katzenfuttersorten gemeinsam haben: Sie sind in der Tat sehr nahrhaft und durch ihre Mischung an Rohprotein, Vitaminen und Mineralstoffen sehr gut auf den Organismus der Katze abgestimmt. Findet man dann noch ein Katzenfutter das besonders günstig daher kommt, scheint die optimale Ernährung der Katze gesichert.
Katzen füttern - nicht immer einfach. (c) Wikimedia. Foto: Rodrigo Basaure from Santiago, Chile
Es ist allerdings nicht verkehrt, einmal genauer hinzusehen. Sehr viele namhafte und auch teurere Sorten enthalten Zucker oder besitzen einen so geringen Fleischanteil, dass sich die Prozentzahl eher im ein- als zweistelligen Bereich bewegt. Geschmacksstoffe im Futter können außerdem dazu führen, dass der eigenwillige Stubentiger kein anderes Futter mehr fressen möchte und auf Veränderung mit Protest reagiert. Da kann die verspätete Erkenntnis des Menschen kniffelig werden.

Es ist ratsam, das Tier von klein auf an ein Futter ohne solche Zusätze zu gewöhnen. Denn wie erklärt man einer Katze: „Du bekommst dein absolutes Lieblingsfutter nicht mehr, denn davon bekommst du schlechte Zähne“?

Ein paar weitere Fragen, die immer häufiger aufkommen: Was ist denn das eigentlich für ein Fleisch? Warum soll ich meiner Katze denn Biofutter vorsetzen? Ist das nicht übertrieben?
Es stimmt: Biofutter ist teurer als konventionelles Futter. Was nicht stimmt ist, dass Biofutter unerschwinglich und überteuert ist. Mit einer Dose plus ein bisschen Trockenfutter kann man auch mit Biofutter zwei Stubentiger für knappe 2 Euro am Tag sattbekommen. Die Hersteller von Biofutter achten auf ihre Nutztiere, die anschließend an unsere Haustiere verfüttert werden. Das heißt, es findet eine artgerechte Haltung und Fütterung statt. Das Nutztier wird als Lebewesen angesehen und auch dementsprechend respektvoll behandelt.

In unserem Haushalt haben wir beschlossen, kein Futter zu kaufen, welches letztendlich auch viel sekundäres Leid verursacht. Nicht nur weil wir unsere Katzen lieben, sondern auch weil wir anderen Lebewesen Respekt entgegenbringen möchten. Da die Katze von Natur aus ein Karnivor (sprich Fleischfresser) ist, sollte ihr Futter besonders sorgfältig gewählt werden. Neben gesundheitlichen Aspekten kann man die dahinterstehende Ökologie nicht außer Acht lassen. Als Konsumenten vermögen wir Menschen nämlich einen Gewissen Einfluss auf die Industrie auszuüben, indem wir unsere Stimme durch eine Kaufentscheidung oder den Verzicht abgeben.

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