Montag, 27. Februar 2012

Katze und Hund - der Erstkontakt im Zusammenleben

Oftmals wird behauptet, dass Katze und Hund sich nicht verständigen könnten, da ihre externen Körpersignale gegensätzlich gepolt sind. Langjährige Halter beider Tierarten können jedoch oft bestätigen, dass eine Bekanntmachung und andauernde Freundschaft durchaus möglich sind. Tierpsychologen vermuten mittlerweile sogar, dass die Kommunikationssysteme auch Artenübergreifend durchaus erlernt werden können. Somit lernt der Hund die Sprache der Katzen und umgekehrt – es kommt folglich nicht mehr zu Missverständnissen.
Hund mit Katzen - frühe Gewöhnung zählt. Quelle: Wikimedia. Foto: Orlovic
Am besten ist dies zu bewerkstelligen, wenn beide Tiere noch im jungen Alter einander vorgestellt werden und viel Zeit zum Kennenlernen haben. Prinzipiell sollten die Halter mehrerer Tierarten jedem Haustier dieselbe Zuneigung und Beachtung schenken und entsprechend balanciert handeln, wenn es um Disziplin und Fütterung geht. Bei Unterschieden im Alter der beiden Tiere sollte dafür gesorgt werden, dass die Interessen des jüngeren Tieres entsprechend vertreten werden. Ein jüngerer Hundewelpe könnte sonst das Opfer einer dominanten Katze werden und neurotische Verhaltensmuster entwickeln. Der Umkehrfall gilt ebenso, ist allerdings normalerweise unproblematischer zu bewältigen, da Katzen oft schneller lernen sich zu behaupten und Gefahrensituationen instinktiv meiden.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte in der Anfangsphase stets eine Aufsichtsperson dem Kontakt beiwohnen, um eine eventuelle Eskalation der Lage abfangen zu können. Wichtig ist dabei die innere Einstellung des Menschen, da wir unsere Gefühlswelt oft auf unsere Haustiere projizieren können. Daher macht es Sinn mit Gelassenheit und frei von Ängsten zu handeln, in der Regel folgen die Tiere dann auch diesem Vorbild. Über verbale Sprache, Körpersprache und vorsichtigen Augenkontakt (ohne ein Tier zu lange mit dem Blick zu fixieren) kann ein Gefühl der Sicherheit für beide Seiten erzeugt werden. Wer sich dennoch auf der sicheren Seite befinden möchte, falls es wider Erwarten zu Verletzungen kommt, kann eine Krankenversicherung - mehr zu Katzenversicherungen hier - für seine Tiere abschließen.

Eine gute Übung zum gegenseitigen Herantasten ist die gemeinsame Gabe von kleinen Futterportionen, am besten direkt aus der Hand der Vertrauensperson. Somit kann ein friedliches Miteinander direkt mit schmackhaften Happen belohnt werden.

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