Freitag, 24. Februar 2012

Die Kratztonne als kostengünstige Alternative zum Kratzbaum

Wer einen größeren Kater oder eine größere Katze sein Eigen nennt, kennt sicherlich auch die gängigen Probleme mit Kratzbäumen. Zerkratzen Möbelstücke oder Teppiche sind keine Alternative, ein Kratzbaum ist ein Muss. Neben den hohen Anschaffungskosten ist die Haltbarkeit solcher "Möbelstücke" meist begrenzt. In unserem Haushalt verabschiedet sich ein Kratzbaum in der Regel nach einem Jahr intensiver Beanspruchung.

Krallenwetzende Katze am Baum. Quelle: Wikimedia. Foto: 4028mdk09
Für Jungtiere ist jeder sauber verarbeitete Kratzbaum geeignet, besondere Vorsicht beim Kauf sollte man bei eventuell hervortretenden Nägeln oder lose sitzenden Plüschbezügen ausüben. Auch bereits wackelige Kratzbäume sollte man nicht in die nähere Wahl nehmen, da durch intensive Sprünge und Attacken auf diese noch genug Belastung zukommt.

Um einen Kratzbaum ideal aufzustellen, empfiehlt es sich, diesen mit zwei oder mehr Winkeln an einer Wand zu befestigen. Somit können sich Kater und Katze mit ihrem vollen Körpergewicht an eine der Etagen hängen, ohne ein Verletzungsrisiko einzugehen. Erfahrungsgemäß sind klassische Kratzbäume dennoch leider nicht mit langer Haltbarkeit gesegnet und schwierig zu reparieren. Wer sich bereits am Wickeln von Sisalseil versuchte, weiß, dass die Befestigung und Verarbeitung ihre Tücken haben können.

Auf der Suche nach einer Alternative stieß ich auf sogenannte Kratztonnen. Diese sind zylindrisch geformt und verfügen meist über eine oder mehrere Höhlen, manchmal sogar miteinander verbundene Höhlen im Innern. Auf der Oberseite befindet sich zudem in der Regel eine Art Aussichtsplattform. Der Einsatz von Plüsch beschränkt sich auf ein Minimum und es kommt hauptsächlich ein Gewebe aus Sisal zum Einsatz. Dieses ist äußerst strapazierfähig und lädt zum ausgiebigen Kratzen ein, was sich wiederum positiv auf die Krallen des Haustiers und den Zustand der eigenen Möbel auswirkt.
Durch den Verzicht auf Steck- oder Schraubverbindungen und die schiere Einfachheit einer solchen Kratztonne fehlen auch sämtliche Schwachstellen, die bei einem normalen Kratzbaum gegeben sind. Wer also Katzen mit einer hohen Akzeptanz für Neues hält, kann mit einer Kratztonne wesentlich länger auskommen und erhält zudem einen oder mehrere geschützte Schlafplätze für seine Lieblinge.

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