Dienstag, 21. Juni 2011

Katzen: Für Kinder ein Vorteil, für Embryos gefährlich

Katzen senken Asthma-Risiko: Ein Grund Katzen zu halten? Gibt es Gefahren für Schwangere?
Quelle: Heilige Birmas Kleinanzeige bei markt.de
Eine Katze im Haus ist nach neusten Studienergebnissen für Kleinkinder ein Segen. Die Langzeitstudie der Forscher um Ganesa Wegienka vom Detroiter Henry Ford Hospital fand heraus, dass Kinder, die in ihren ersten Lebensjahren mit Katzen zusammenleben, später nur halb so oft an Asthma und Katzenallergien leiden, wie Kinder, die ohne Katze aufgewachsen sind.

Was für Kleinkinder von Vorteil ist, ist jedoch für Ungeborne ein Risiko. Es geht um einen einzelligen Parasit, dessen häufiger Wirt die Hauskatze ist. Der Erreger kann über den Kot der Katze, durch unzureichende Hygiene, die Mutter infizieren. Gefährlich ist das insbesondere, wenn es die Erstinfizierung der Mutter ist, das heißt, wenn sie noch keine Antikörper gegen den Erreger entwickelt hat. Der Erreger wird auf die Gebärmutter übertragen und schädigt dort das ungeborene Kind so sehr, dass es zu Fehl- oder gar Totgeburten kommen kann.

Mir war nicht bewusst, dass Katzen in der Schwangerschaft so gefährlich werden können. Das klingt schon ein bisschen beängstigend. Andererseits habe ich gelesen, dass 40% der Schwangeren bereits vor der Schwangerschaft mit dem Erreger infiziert wurden. Und dass man durch einen Bluttest herausfinden kann, ob es irgendwann mal eine Infizierung gegeben hat. Das beruhigt ein wenig. Und ansonsten ist erhöhte Vorsicht geboten. Immer schön alles waschen, was man in den Mund steckt. Ach und: Das Katzenklo sollte nicht von der Schwangeren gereinigt werden. Das kann man ja auch als Vorteil sehn.

Dass Kinder, die mit Katzen zusammenleben, später seltener an Katzenallergie und Asthma leiden bestätigt mal wieder, dass Kinder, die im Dreck spielen, gesund leben, oder?

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