Mittwoch, 29. Juni 2011

Ungeliebte Katzen des Nachbarn im Garten: Wie halte ich Katzen fern?

Katzen lieben das Streunen in der Natur. Und auch vor einem gepflegten Garten gibt es keinen Halt. Ganz im Gegenteil - die lockere Erde lädt zum Scharren und Suhlen ein. Da bleibt es nicht aus, dass die Katze auf einem angelegten Beet ein Loch scharrt und ihre Notdurft verrichtet. Da Katzen keine Grenzen kennen und den Garten des Nachbarn bevorzugen, kann schnell Ärger entstehen. Selbst der größte Tierliebhaber wird an eine Geduldsgrenze geraten, wenn die Katze den Garten als ihr Revier markiert hat und immer wieder zum Toiletten-Besuch erscheint. Bevor ein Nachbarschaftsstreit entfacht, sollte man bewusste Vorkehrungen treffen, um den Katzenbesuchen Einhalt zu gebieten. Einen rechtliche Verpflichtung hierzu gibt es allerdings nicht, anders als bei Hunden müssen Katzenbesitzer nicht für den Verbleib im eignen Garten sorgen.

Eine sichere Methode ist ein engmaschiger Zaun, der an allen offenen Zugängen gespannt wird. Er sollte die notwendige Höhe haben, um ein Hochklettern der Katze zu verhindern. Frisch bepflanzte Beete kann man sehr leicht mit einem Drahtnetz, das man auch zum Schutz vor Vögeln benutzt, schützen. Die Katze kann dort nicht buddeln und wird sich einen anderen Platz suchen. Der Handel bietet ebenso Pflanzen an, die als Katzenschreck gelten. Gleiche Wirkung sollen auch stark riechende Kräuter besitzen, zum Beispiel Baldrian oder Lavendel, dessen Duft empfindliche Katzennasen gar nicht mögen. Über den Erfolg gibt es allerdings unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen, jedes Tier reagiert anders darauf.
Kann ein solches Kätzchen den Nachbarn stören? (Quelle: markt.de)
Auf keinen Fall sollte Gift ausgelegt werden oder auf die Katzen geschossen werden. Die Haustiger folgen nur ihrem Instinkt und wollen keinen Menschen ärgern. Sehr effektiv sind natürlich Wasserfontänen mit dem Gartenschlauch, da Katzen wasserscheu sind. Wer diese Besuche ganz aktiv verhindern will, sollte sich mit Gartenschlauch oder Wasserpistole bewaffnen und das nahende Tier leicht bespritzen. Katzen mögen kein Wasser und werden sich daraufhin entfernen. Wiederholt man dies einige Male, wird sich auch die frechste Katze einen anderen Platz zum Scharren und Buddeln suchen.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Katzenausstellung zum Jubiläum in Duisburg fast für die Katz

Nur 9 Tage vor der Jubiläumsausstellung für Rassekatzen haben die Brandschutzbestimmungen für die Eissporthalle Duisburg Wedau den Katzenausstellern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zum wiederholten Male wurde eine Großveranstaltung aufgrund von Brandschutzbestimmungen abgesagt. Da die Veranstalter kurzfristig die Hallenfläche halbierten konnte die Rassenkatzen-Ausstellung doch noch stattfinden. Die Ausstellung findet bereits zum 10. Mal in der Eissporthalle statt, bisher waren die Auflagen nie so streng wie dieses Mal. Katzenaussteller aus Deutschland, Italien, der Schweiz und den Niederlanden waren empört, da die Ausstellung derart kurzfristig abgesagt wurde. Eine neue Halle in 9 Tagen zu finden, schien unmöglich.

Die Organisatoren der Katzenausstellung haben dann kurzerhand die Hallenfläche halbiert und die Rassekatzen-Ausstellung fand statt und etliche Preise konnten vergeben werden. Brandschutzbedingungen sind natürlich äusserst wichtig und müssen zwingend eingehalten werden. Niemand möchte im schlimmsten Falle für die Schäden und Verletzungen verantwortlich sein. Jedoch hatte die Duisburger Verwaltung und das Ordnungsamt genügend Zeit um die Veranstaltung zeitgerecht abzusagen und somit noch eine Möglichkeit gewährleisten, die Ausstellung in anderen Räumlichkeiten stattfinden zu lassen. Großveranstaltungen wie auch diese Katzenausstellung verschlingen viel Geld bei der Organisation und der Planung, welche durch vielfach kritisierte Bestimmungen nicht derart kurzfristig zu Nichte gemacht werden sollten. Katzen samt deren Eisenkäfigen und den 200 Katzenbesitzern stellen wohl keine größere Brandgefahr als die normalerweise erlauben 4800 Sportfans bzw. Eissporthallenbesucher. Die Feuerwehr hat diesmal, während des üblichen Brandschutzgutachtens, die Brandgefahr der Katzen berechnet. Dies grenzt fast an Hohn und ist wieder einmal ein Beweis für die übermäßige Bürokratierung und der Verantwortungsabweisung unserer Verwaltungen. Die ist oftmals einfach für die Katz. Mehr Info bei DerWesten hier.

Die Duisburger Katzenfreunde müssen aber auf die nächste Katzenausstellung nicht allzu lange warten - bereits am 27.08.2011 bis 28.08.2011 stellt der International Cat Club wieder in Duisburg aus. Ein Ausstellungstermin, den man nicht verpassen sollte.

Dienstag, 21. Juni 2011

Katzen: Für Kinder ein Vorteil, für Embryos gefährlich

Katzen senken Asthma-Risiko: Ein Grund Katzen zu halten? Gibt es Gefahren für Schwangere?
Quelle: Heilige Birmas Kleinanzeige bei markt.de
Eine Katze im Haus ist nach neusten Studienergebnissen für Kleinkinder ein Segen. Die Langzeitstudie der Forscher um Ganesa Wegienka vom Detroiter Henry Ford Hospital fand heraus, dass Kinder, die in ihren ersten Lebensjahren mit Katzen zusammenleben, später nur halb so oft an Asthma und Katzenallergien leiden, wie Kinder, die ohne Katze aufgewachsen sind.

Was für Kleinkinder von Vorteil ist, ist jedoch für Ungeborne ein Risiko. Es geht um einen einzelligen Parasit, dessen häufiger Wirt die Hauskatze ist. Der Erreger kann über den Kot der Katze, durch unzureichende Hygiene, die Mutter infizieren. Gefährlich ist das insbesondere, wenn es die Erstinfizierung der Mutter ist, das heißt, wenn sie noch keine Antikörper gegen den Erreger entwickelt hat. Der Erreger wird auf die Gebärmutter übertragen und schädigt dort das ungeborene Kind so sehr, dass es zu Fehl- oder gar Totgeburten kommen kann.

Mir war nicht bewusst, dass Katzen in der Schwangerschaft so gefährlich werden können. Das klingt schon ein bisschen beängstigend. Andererseits habe ich gelesen, dass 40% der Schwangeren bereits vor der Schwangerschaft mit dem Erreger infiziert wurden. Und dass man durch einen Bluttest herausfinden kann, ob es irgendwann mal eine Infizierung gegeben hat. Das beruhigt ein wenig. Und ansonsten ist erhöhte Vorsicht geboten. Immer schön alles waschen, was man in den Mund steckt. Ach und: Das Katzenklo sollte nicht von der Schwangeren gereinigt werden. Das kann man ja auch als Vorteil sehn.

Dass Kinder, die mit Katzen zusammenleben, später seltener an Katzenallergie und Asthma leiden bestätigt mal wieder, dass Kinder, die im Dreck spielen, gesund leben, oder?

Sonntag, 5. Juni 2011

Samstag, 4. Juni 2011

Was bietet eine Katzenschule?

Katzen gelten als unergründlich, eigensinnig und unerziehbar. Das muss aber nicht so sein. Bereits vor der Anschaffung der neuen Hausgenossin bietet ein Kurs bei einer Katzenschule umfassende Informationen rund um die artgerechte Haltung von Katzen. Dabei werden natürlich auch alle Fragen zu ihrem Verhalten, ihrer Körpersprache  und zu Beschäftigungsmöglichkeiten angesprochen. Falls bereits Probleme wie Unsauberkeit oder Aggressivität aufgetreten sind, hilft eine Katzenschule weiter. Bei Hausbesuchen werden die Ursachen der Verhaltensauffälligkeiten ergründet, so dass entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Dazu gehören in der Regel verhaltenstherapeutische Maßnahmen wie Konditionierung und auf die Katze abgestimmte Spielprogramme.

Natürlich können auch Herrchen und Frauchen diese Methoden erlernen und dadurch in der Zukunft selbstständig anwenden. Manchmal stellt sich bei einer Beratung heraus, dass das Problem schon mit ganz einfachen Mitteln behoben werden kann. Beispielsweise genügt es bei Unsauberkeit häufig bereits, wenn ein weiteres Katzenklo aufgestellt oder ein anderes Streu verwendet wird. Ein besonderes Angebot von Katzenschulen ist das Clickertraining, das nicht nur zur Behebung von Problemen sinnvoll ist, sondern auch bei gesunden und ausgeglichenen Katzen angewandt werden kann. In Seminaren oder Einzelstunden kann man erlernen, wie man mithilfe eines Clickers Katzen sanft erziehen kann. Statt mit Zwang oder Druck, der bei Katzen ohnehin nicht funktioniert, können sie mit Belohnungen erlernen, auf ein Zeichen hin in den Transportkorb zu klettern oder sich bürsten zu lassen. Mit geübten Katzen sind sogar richtige Kunststücke möglich. Durch diese Beschäftigung wird die Katze nicht nur körperlich, sondern auch intellektuell herausgefordert und die Bindung zwischen Mensch und Tier wird gestärkt. Ein Beispiel für eine Katzenschule hier. Auch erfahrene und ausgebildete Katzensitter können bei der Charakteranalyse der Katze helfen und mit Rat und Tat vor Ort helfen.
Für diese Katze in Waldshut wird ein Katzensitter gesucht.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Wie gefährlich sind Katzen - Krankenhausreif durch Katzenbisse?

Diese süssen BKH-Katzen beissen bestimmt (noch) nicht. Quelle: markt.de BKH Katzenanzeige
Nach einem Katzen-Biss in die Hand ist die Hochsprung-Rekordlerin Ariane Friedrich in der BG Unfallklinik in Frankfurt am Main operiert worden. Die 27-jährige Frankfurterin hatte versucht, einen Streit zwischen ihrer Katze und einem Kater zu schlichten und war dabei zwei Mal von dem Kater gebissen worden. Die deutsche Sportlerin soll heute die Klinik verlassen können. Der Fall Ariane Friedrich stellt die Frage inwieweit Katzen und vor allem ihre Bisse eine Gefahr für uns Menschen darstellen. Beim Spielen mit der geliebten Hauskatze oder dem zugelaufenen Kater ist es schnell passiert: Plötzlich schnappt die sonst so friedliche Katze plötzlich zu. Tatsächlich ist es so, dass die meisten Menschen die Katzenbisse unterschätzen, doch nach dem Menschenbiss, ist er der zweitgefährlichste. Dieser Tatsache wird wenig Beachtung geschenkt und ein Biss wird als Lappalie abgetan. Katzenzähne starren voll von Bakterien und wenn diese in die Haut des Menschen gelangen, kann das böse Entzündugnen auslösen.

Grundsätzlich sollte also eventuell darauf geachtet werden, dass beim ganzen Herumtollen mit der eigenen Katze oder auch vor allem mit fremden Katzen, dass man nicht gebissen wird. Vor allem bei fremden oder zugelaufenen Katzen weiß man nicht in welche Umgebung sie sich aufhalten und inwieweit sie auch geimpft sind und hygienischen Standards entsprechen.
Auch vor Kratzern muss gewarnt werden, die auch ein Bakterienherd sind. Hier empfiehlt es sich zum Arzt zu gehen und die Kratzer oder den Biss abzuchecken. Auch wenn der Kratzer oder der Biss noch so klein sind empfiehlt sich das unbedingt.

Wird auf diese Details geachtet und ist die Katze auch noch geimpft, steht dem Spaß mit dem beliebtesten Haustier nichts im Wege. In der Tat sind Katzen neben Hunde die beliebtesten Haustiere. Ausgestattet mit einem hervoragenden Tastsinn und Geruchssinn werden sie bereits seit 9500 Jahren als Haustiere gehalten. Dies wird sicherlich auch weiterhin so bleiben und deshalb soll noch einmal betont werden: Bei aller Liebe nicht vergessen, dass auch eine Katze ein Bakterienherd sein kann.

Quellen zu dem Katzenbiss Fall mit Ariane Friedrich hier.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Ist eine Kastrationspflicht für Katzen notwendig?

Müssen diese jungen BKH Katzenbabys kastriert werden? Quelle: BKH Kleinanzeige bei markt.de
Ob eine Katze kastriert werden sollte oder nicht hängt immer davon ab, in welchem Umfeld das Tier lebt und auf welche Art und Weise die Katze gehalten wird. Es muss abgewägt werden, ob es sich um eine Hauskatze handelt oder ein Tier was vorwiegend im Freien gehalten wird. Außerdem ist es sinnvoll über die Nachwuchsplanung der eigenen Katze zu entscheiden. Eine Kastration ist sinnvoll, wenn das Haustier nicht ständig unkontrollierten Nachwuchs bekommen soll, denn um so öfter es der Strapaze vom ständigen "Kinder kriegen" ausgesetzt ist, desto niedriger ist die Lebenserwartung. Beim ständigen Streunern, um einen geeigneten Paarungspartner zu finden, erhöht sich außerdem die Gefahr, dass sich die Katzen gefährliche Krankheiten  wie Katzenschnupfen einfangen und Krankheitserreger nach Hause bringen. Des Weiteren kommt es zu einer Überpopulation der Tiere, denn meist verwildern diese und vermehren sich wieder und wieder. Jedoch müssen diese dann meist unter katastrophalen Bedingungen leben, da sie nicht das Glück haben in einer behutsamen Umgebung aufzuwachsen und zu leben. Ein weiterer Aspekt, der für eine Kastration spricht ist, dass durch diese der Dauerrolligkeit entgegen gewirkt wird. Doch reichen diese Anhaltspunkte um eine Kastrationsplicht einzuführen? Jeder Haushalt sollte die Entscheidung für oder gegen eine Kastration selbst treffen. Eine Kastration ist u.a. auch eine Kostenfrage und deshalb kann sich diese nicht jeder Tierhalter leisten. Die finazielle Situation sollte jedoch keinem Menschen daran hindern, sich Haustiere zu halten. Eine Kastration wäre für die Gesundheit des Tieres zwar besser, allerdings ist dies nicht ein zwanghaftes Muss. Derzeit wird in der Presse öfter über eine Kastrationspflicht geschrieben. Es wäre wünschenswert, dass Katzenhalter dies auch zukünftig selbst entscheiden können.

Katzen sind so erziehungsfähig wie Hunde - ein kurzer Einblick

Wer meint, Katzenerziehung gäbe es nicht und man könne einer Katze keine Kunststücke beibringen, liegt falsch. Wie der "Kurier" aus Österreich berichtet, ist die Erziehung von Katzen ebenso möglich, wie das Dressieren eines Hundes. Dabei liegt der Unterschied nicht etwa in der Intelligenz der Tiere, sondern im Charakter. Die eigensinnigen Katzen lassen sich, wie die meisten Menschen wissen, lieber bedienen, als dem Herrchen freudestrahlend eine vollgesabberte Zeitung zu überreichen. Der Kurier berichtet kurz und knapp warum auch Katzen dressierfähig sind und wie man am Besten vorgeht. Dabei scheint das Schema das zur guten Erziehung des Tieres führt das gleiche wie bei Hunden zu sein. Als professioneller Berater im Thema Katzenerziehung wird der Kurier-eigene Tiercoach Dagmar Schratter zu Rate gezogen.
Wenig wissenschaftlich aber stark meinungsorientiert, wie üblich für einen Online-Artikel, wäre eine genauere Recherche erforderlich. Wem das keinen Spaß macht, kann sich die Tipps von Dagmar Schratter zu Herzen nehmen und versuchen seine Katze zu dressieren. Insgesamt ist der Artikel als interessant, aber nicht für jeden als neuwertig einzustufen. Vielleicht ist noch erwähnenswert, dass nicht nur Katzen sondern auch Tiere wie Affen oder auch Krähen sehr wohl trainiert werden können. Es wäre zudem wünschenswert, dass ein stärkerer Fokus auch auf das Wohlbefinden des Tieres selbst gelegt wird, anstatt ausschließlich die Möglichkeiten aufzuzeigen, das Tier nach des Menschen Vorstellung zu verändern.