Freitag, 27. Mai 2011

Katzen im Tierheim: Streuner und Stubenhocker

Für Katzen ist es immer besonders schwierig, sich an die Unterkunft im Tierheim zu gewöhnen, da sie eine starke innere Verbindung zu ihrem angestammten Lebensumfeld haben. Wenn sie gar zu zweit oder mit noch mehreren Schicksalsgenossinnen in einem Zwinger untergebracht sind, macht es das nicht einfacher für sie. Denn Katzen haben ihr Revier, das sie freiwillig nicht verlassen würden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Wohnung handelt, die natürlich so groß sein soll, dass die Katze dort auch genügend Bewegungsfreiheit genießen kann. Ein Balkon zum Frische-Luft-Tanken wäre hier ideal. Wenn es sich um eine Erdgeschosswohnung handelt oder ein Haus, in dem eine Katze lebt, sollte ihr ein Zugang nach draußen ermöglicht werden. Eine sog. Katzenklappe an einer Kellertür oder etwas Ähnliches ist dazu gut geeignet. Viele Katzen sind nämlich richtige Streuner, die oft nachts ihr Revier durchwandern und manchmal morgens dann stolz von ihrem Beutezug eine Maus auf die Fußmatte ihrer Mitbewohner legt - Herrchen oder Frauchen haben Katzen selbstverständlich nicht. Denn schließlich werden diese aus Katzensicht nur als Kühlschranköffner geduldet. Oder die Katze lässt sich großzügig von ihnen streicheln.

Alle Katzen treibt es im Übrigen nicht nach draußen. Bevor man also zur Säge greift, um eine Katzenklappe anzubringen, sollte man vorher testen, ob es die Katze auch wirklich hinauslockt. Denn es gibt unter ihnen auch richtige Stubenhocker. Jetzt kann man sich gut vorstellen, dass sich Katzen im Tierheim trotz liebevoller Betreuung nicht immer wohl fühlen. Das Tierheimpersonal kann aber die unterschiedlichen Charaktere der Katzen einschätzen und so, wenn man ein Tier von dort zu sich nehmen will, zu einem Stubenhocker oder einem Streuner raten.

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