Dienstag, 21. September 2010

Katzenkastrations- und Kennzeichnungsgebot für Katzen in Hagen?

Die Anzahl verirrter, ausgesetzter oder verwilderr Katzen hat in den letzten Jahren stark zugenommen, so die Westerwälder „Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung“. Sind streunende Katzen eine Tierquälerei oder gar eine Gefahr für andere? Dieser Antrag wird am Donnerstag im Beschwerdeausschuss in Hagen (16 Uhr, Rathaus an der Volme, Sitzungsraum A 203) diskutiert, berichtet DerWesten. Die Tierschutz-Interessensgemeinschaft hat einen Bürgerantrag zur Einführung eines allgemeinen Katzenkastrations- und Kennzeichnungsgebotes für Katzen eingereicht, das es beispielsweise seit 2008 in Paderborn gibt. Der Antrag gilt aber nicht nur in der Volmestadt im Westerwald, sondern für rund 120 weitere Kommunen. Denn trotz erheblicher Kastrations-, Aufklärungs- und Versorgungsbemühungen der Tierschutzvereine, so die Interessengemeinschaft, habe die Zahl der verirrten, ausgesetzten und verwildert lebenden Katzen stark zugenommen. Ein Tierschutz sei so nicht möglich. Die verwilderten Katzen würden sich unkontrolliert fortpflanzen und müssten teilweise unter erbärmlichen Umständen ihr Leben fristen. Darüber hinaus seien Tierheime, Tierschutzverbände und Auffangstationen personell und finanziell einfach überfordert. DerWesten zieht folgendes Fazit: Ein Alleingang von Hagen "in Sachen Kastrationspflicht, so die Hagener Tierschutzbehörde und die Amtstierärzte, habe vor Gericht wahrscheinlich keinen Bestand. Daher setzt man jetzt auf eine bundesweit gültige Verordnung zur Katzenhaltung." Wird das Paderborner Modell in Deutschland eingeführt? Man hoffe es nicht, denn wirklich verwilderte Katzen sind in Deutschland noch relativ selten.

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